der Spekulation auf die Preise ausschalten kann; ein
Beispiel war die heurige staatliche Interventionsaktion,
welche auch bei der übermäßigen Ernte doch eine fast
ideale Stabilität der Weizen- und Roggenpreise garantierte.Es
wird in der Presse gesagt, daß die Aktion nicht
gut geführt war und daß die Vorräte verderben. An diesen
Gerüchten, deren Tendenz man vom Standpunkt
einer Reihe von Kaufleuten begreifen kann, die durch
diese Aktion ausgeschaltet wurden, ist kein Wörtchen
wahr; dem Staate garantiert übrigens für die Qualität
und die Aufbewahrung dieser Vorräte der Centrokooperativ,
der die Aktion auch finanziert. Aber es ist wahr,
daß die Interventionsaktion in der Regel nicht notwendig
ist und automatisch entfällt, wenn die Ernte nicht so
außerordentlich ist und wenn es möglich ist, den Preis
durch Einfuhr zu regulieren. Die Notweudigkeit derEinfuhr
einiger landwirtschaftlicher Produkte ergibt sich
übrigens aus handelspolitischen Gründen und speziell
mit Rücksicht auf die Kleine Entente. Diese Frage ist
besonders bei Weizen aktuell, weil auch Pläne ventiliert
wurden, wie ein Teil der Anbaufläche des Weizens auf
Anbau von Zuckerrüben und Ölsaaten umgestellt werden
könnte, Es würde zu weit führen, diese Pläne eingehender
darzulegen. Eine irrtümliche Auffassung muß
aber bei dieser Gelegenheit berichtigt werden. Wir werden
die überschüssigen Getreidevorräte nicht beseitigen,
wenn wir sie auch zu Konsumzwecken verteilen, oder
verfüttern, denn wir können dann z. B. keinen Mais aus
den Staaten der Kleinen Entente einführen. Ein Beispiel,
wie man Vorräte abstoßen kann, die tatsächlich überschüssig
sind, ist ihre Verwendung zur Erzeugung
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