sere Handelspolitik schwer zu lösen. Aus dem Angeführten
scheint sich logisch der Schluß zu ergeben, daß
die Lösung dieser Fragen nicht das alleinige Interesse
des einen oder anderen Zweiges allein ist und sein kann,
sondern daß sie im selben Maße auch das Interesse der
übrigen Wirtschaftsgruppen ist.
Auch die Fragen der Industrie, mit denen wir uns jetzt
beschäftigen wollen, können wir der leichteren Übersicht
halber auf jene der-Exportindustrie, der Industrie
für den inländischen Konsum und die gemischte Produktion
einteilen. Wir konstatierten zuvor, welche Bedeutung
in der Zeit der Konjunktur unsere Exportindustrie
für unseren Wohlstand hatte und welchen Einfluß ihre
Aktivität auf die Handelsbilanz und die Währung ausübte.
Es liegt also nahe, daß ihre ungeheure Schrumpfung
gleichzeitig auch einen Schwund des Wohlstandes
und die Ursache der Arbeitslosigkeit bedeutet, da die
Umorientierung der Industrie für den inländischen Verbrauch
in größerem Maßstabe nicht gut möglich ist.
Im Verlaufe der Krise hörten wir verschiedene Ansichten
über das Problem unserer Exportindustrie. Es
wurde behauptet, daß wir die ausländischen Absatzmärkte
deshalb verloren haben, weil die bisher agrarischen
Staaten sich eine eigene Industrie einrichteten
und daß wir uns deshalb auf den einheimischen Markt
umorientieren müssen; dabei hätten viele die Interessen
der Exportindustrie beinahe ganz über Bord geworfen.
Die so orientierte Gruppe vergißt dabei, daß der inländische
Markt gerade durch den Verlust des Exportes und
den damit verbundenen Konsumverlust bedeutend vermindert
wurde; außerdem wird der Umstand außer
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