Full text : Die Devalvation als Mittel zur Wirtschaftsbelebung

von Motorspiritus oder für den Export. Aus diesem
Grunde wurde auch der scheinbar verlustbringende
Zuckerexport empfohlen, soweit dieser Export möglich
ist, was auch eine Verringerung der Weizenanbaufläche
zu Gunsten der Zuckerrübe zur Folge hätte. Schwierig
ist die Frage der Ausfuhr von Gerste, Malz und Hafer,
die sich zwar in der Preisgestaltung durch die Devalvation
 den ausländischen Preisen angenähert haben, aber
deren Absatz bei der Weltüberproduktion noch immer
schwierig ist.
Die Frage der tierischen Produktion, welche bei uns
vorläufig durch handelspolitische Maßnahmen, aber auch
durch einen inneren Eingriff in die Milch- und Fettwirtschaft
 gelöst wurde, ist ein Problem des ganzen
agrarischen Mittel- und Osteuropas; kurz könnten wir
es charakterisieren als Übergang von der Verwendung
der natürlichen tierischen Fette zu den Kunstfetten, was
zum Teil durch Verbilligung der Verkehrswege aus Übersee
 bewirkt wurde (zu ihrer Erzeugung werden heute
hauptsächlich Öl aus Erdnüssen und Fischfetten verwendet),
 zum Teil durch die Rationalisierung dieser chemischen
 Produktion, welche durch die Billigkeit ihres
Produktes in den letzten Jahren Naturbutter und Naturschmalz
 aus dem Markte verdrängt, wobei diese Umschichtung
 durch das Sinken des Nationaleinkommens
unterstützt wird.

Ich erwähne die landwirtschaftlichen Probleme deshalb
 so eingehend, weil sie bei uns die Grundlage zur
Lösung der Wirtschaftsfrage schlechthin bedeuten;
ohne ihre Lösung, ohne den sogenannten Ausgleich zwischen
 der Industrie und der Landwirtschaft ist auch un-;


            
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