ist die verhältnismäßig gute Situation der Industrie,
welche für den inländischen Verbrauch arbeitet; ein
Beispiel kann besonders die Situation der Spiritusindustrie
sein, welche durch die Erhöhung der Produktion
für die Zwecke des Motorgemisches eine große Unterstützung
erhielt, weiters relativ die Situation der
Zuckerindustrie und der Brauindustrie trotz einer teilweisen
Konsumverringerung. Über das mächtige Anwachsen
der Produktion der Kunstfette, die sich in den
letzten drei Jahren fast verdoppelt hat, habe ich bereits
gesprochen. Wesentlich hat die Kohlen- und Eisenproduktion
gelitten, besonders wegen der Schrumpfung des
Exportes und der Baubewegung. Die gute Situation der
Industrie, welche überwiegend für den inländischen Bedarf
arbeitet, tritt im wesentlichen auch in den Lohnverhältnissen
der hier arbeitenden Belegschaft in Erscheinung.
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Besondere Erwähnung verdient unter unseren Industrien
die Textilerzeugung, früher der Ruhm unserer
Wirtschaft und ein Pfeiler unserer Handels- und Zahlungsbilanz,
deren Bedeutung in unserem Außenhandel
durch die Ziffer von 6 Milliarden KE Ausfuhr in der Zeit
der Konjunktur ausgedrückt ist. Dieser Export ermöglichte
es uns, daß wir durch unsere Arbeit nicht nur den
Textilbedarf für den Inlandsmarkt bezahlen konnten,
aber noch einen ansehnlichen Überschuß erzielten. Diese
Industrie, von der bekannt ist, daß sie bis zum Jahre
1928 ungefähr die Hälfte ihrer Erzeugung exportierte,
erlitt durch die Krise verhältnismäßig die größten Verluste;
das zeigt sich hauptsächlich an der Zahl der Arbeitslosen.
Die Ursachen waren hier speziell die Autar-7a