Full text : Die britischen Colonien

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die späteren Generationen der englischen Staatsmänner die gegen
die amerikan ischen Colonien begangenen Fehler an, und vermei—
den es, den Ansiedlern in den englischen Pflanzstaaten gerechten
Grund zu ernsten Beschwerden darzubieten.
In sein en fiegreichen Kämpfen gegen Napoleon beginnt
England nochmals durch Eroberungen seine Gebiete auszudehnen.
Es reißt alles an sich, was in fernen Weltgegenden dem Handel
oder der Niederlassung Vortheil darbieten kann. Mit Ausnahme
der Holländer, welche ihre Besitzungen in Hinterindien auf den
Sunda⸗Inseln, und der Spanier, welche Cuba und die Philippi⸗
nen behalten, giebt es kein Volk, dessen colonialer Besitz einen
gennenswerthen Vortheil dem Mutterlande darböte.
Der Grundzug der seit Napoleon's Sturz beginnenden letz⸗
sen Periode ist dieser. Neben der fortschreitenden Eroberung in
Ostindien und Hinterasien entwickelt sich im gewaltigen Maßstab
die freie, aus rein wirthschaftlichen Motiven entspringende Aus—
wanderung des kleinen Handwerkers, Bauern und Handarbeiters.
Alle Schichten der englischen Bevölkerung, alle Glaubensbekennt⸗
nisse und Secten sind an dieser Massenwanderung betheiligt. Die
üngeren Söhne des englischen Adels suchen in den Colonien ent—
weder die Vortheile des höheren Staatsdienstes oder den Erwerb
eines größeren und billigeren Grund-⸗ oder Heerdenbesitzes; der
Kaufmann die vortheilhafte Anlage seiner Capitalien an neu er⸗
offneten Handelsplätzen und schnell emporwachfenden Hafenstädten;
der Arbeiter den höheren Lohn, der ihn' zur Erlangung klei⸗
nen Grundbesitzes befähigen soll.
Der wandernde Engländer der dritten Periode erscheint nicht
mehr im Gefolge siegreicher Feldherren oder triumphirender Ad⸗
mirale. Er bedarf nicht mehr königlicher Schutzbriefe, um sicher
geleitet zu sein. Das Recht der modernen Welt ist so stark ge—
worden, daß der Einzelne, der Bevormundung von Seiten der
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