und Structur, als auch im relativen Mengenverhältniss der
Bestandtheile zeigt, wie es bei dieser Gesteinsfamilie häufig
der Fall zu sein pflegt. In der Gegend von Renseburg und
am Hexriver., nordöstlich von Rustenburg, sind es z. B.
licht gefärbte, plagioklasreiche, typische Gabbros, in denen
der Diallag gelegentlich stark zurücktritt. Dieselben gehen
„echt abrupt in dunkle Gesteine von feinerem Korn über, in
welchen der Pyroxen mehr den Charakter eines gewöhnlichen
Augit zeigt; gleichzeitig stellen sich gern (Juarz und Biotit
ein. In solchen Varietäten besitzt der Augit vorherrschend
eine durchaus selbständige Begrenzung, und nur selten wird
die Structur ophitisch. Das Gestein der Zwartkoppies wird
man daher als einen Gabbro mit häufiger diabasartiger Facies
bezeichnen können. Zwischengesteine mit Diallag und Augit,
sowie mit recht reichlichem Gehalt an Biotit und Quarz treten
besonders im Osten auf, wo die Hichten typischen Gabbros
yanz zu fehlen scheinen. |
Nur an einer Stelle, nämlich dort, wo der Höhenzug in
die nordwestliche Richtung abbiegt (zwischen Renseburg
und Rustenburg), bestehen die niedrigen Ausläufer der
Zwartkoppies aus Nephelinsyenit, der in unmittelbarer Nähe
des Gabbro auftritt und von nicht unbedeutender Verbreitung
sein dürfte. Trotz der scheinbaren räumlichen Beziehung zum
Gabbro kann man aber wohl annehmen, dass ein selbständiger
yeognostischer Körper vorliegt, da Übergänge von Gabbro
in Nephelinsyenit nicht benbachtet wurden und auch -nicht
yerade zu erwarten sind.“
Die einzelnen im obigen schon kurz charakterisirten
Varietäten mögen im folgenden der Reihe nach näher heschrieben
werden
L _ Plagioklasreicher Gabbro.
Wie der Name schon andeutet, zeichnet sich diese am
Hexriver unweit Rustenburg anstehende Varietät durch
starkes Vorherrschen des Plagioklas aus, welches eine sehr
lichte Färbung des Gesteines bedingt. Derselbe bildet makroskopisch
z. Th. ein Aggregat leistenförmiger durchaus frischer
Individuen mit stark glänzenden, recht vollkommenen Spaltungsflächen,
welche gelegentlich deutlich vielfache Zwillings-