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der gemischten „Eendracht High School“ mit den beiden anderen
„High Schools“ Pretorias während seiner Tätigkeit an der „High
School“ für Knaben persönlich von einer Erleichterung der Disziplin
überzeugen.
Wenn von manchen Schulmännern den gemischten Schulen
das Wort geredet wird, weil durch ein Zusammenarbeiten der
beiden Geschlechter ein gewisser Ehrgeiz erweckt werde, so stimmt
Schreiber dieses denselben bezüglich der „High Schools“ Transvaals
nicht bei. Der „Ehrgeiz zum Guten“ gleicht wenigstens dort den
‚Ehrgeiz zum Bösen“ nicht aus.
Dass aus moralischen Gründen die Trennung der Geschlechter
wünschenswert sei, hat Schreiber dieses nicht gefunden. Er hatte
während eines Jahres in der obersten Klasse der „Eendracht
High School“ Schülerinnen bis zu 22 Jahren und Schüler bis zu
24 Jahren, — das hohe Alter ein Resultat des Krieges, der die
Schulbildung unterbrochen, — gemeinsam zu unterrichten. Das
Verhalten von Schülern. und Schülerinnen untereinander war stets
korrekt, Der gemeinschaftliche Unterricht hatte auch eine entschieden
gute Einwirkung auf das spätere gesellschaftliche Leben
beider, und bestände der oben erwähnte Missstand nicht, und wäre
der Lehrplan für Knaben und Mädchen heute noch der gleiche,
so wüsste Schreiber dieses nicht, ob er dem gemeinsamen Unterricht
von Knaben und Mädchen in den „High Schools“ nicht den
Vorzug geben würde.
Die gesetzlich festgesetzten Bestimmungen für die Strafen in
den „Hig Schools“ sind dieselben, welche wir früher bei der Besprechung
des Volksschulwesens kennen lernten. Auch hier ist
die Ausweisung aus der Schule für Knaben und Mädchen und eine
körperliche Züchtigung für Knaben his in die oberste Klasse gestattet.
Natürlich aber ist die Methode des Unterrichts und der Disziplin
in der „High School“ sehr verschieden von der der Volksschule.
Der Schüler der „High School“ soll nicht soviel unterrichtet
werden als sich selbst unterrichten. In Bezug auf Disziplin
soll er lernen, sich selbst zu meistern; er soll den Schulgesetzen
folgen, nicht aus Furcht vor Strafe, sondern weil er die Vernünftigkeit
der Ideale der Ordnung und Sitte, welche ihm vorgelegt wer-