Full text : Das Unterrichtswesen Transvaals

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den, erkennt und begreift. Selbstbeherrschung ist das Ziel der
„High School“.
Aber dieses Ziel wird nicht immer erreicht, und deshalb gibt
es Fälle, in welchen leider auch in der „High School“ von den
erwähnten schweren Strafen Gebrauch gemacht werden muss, Es
liesse sich hier bezüglich der körperlichen Züehtigung manches dagegen
 vorbringen, dass der Leiter der Schule über die Vollstreckung
dieser Strafe endgültig zu entscheiden und dass er entweder allein
oder‘ der Lehrer in seiner Gegenwart die Strafe vorzunehmen hat.
Immerhin bedeutet dies Verfahren eine Verkürzung der Autorität
Jes einzelnen Lehrers. Auf der anderen Seite hat es aber auch
wieder vieles für sich. Vor allem wird dadurch bewirkt, dass eine
körperliche Züchtigung nur bei wirklich schweren Vergehen angewendet
 wird; denn ein Lehrer wird nur selten und nur in sehr
arnsten Fällen einen Schüler beim Leiter der Schule anzeigen.
Würde er in weniger ernsten Fällen oder zu häufig die Hülfe des
Leiters der Schule in Anspruch. nehmen, so würde dies ein Beweis
dafür sein, dass er nicht in der Lage ist, sich durch seine eigene
Persönlichkeit den nötigen Respekt unter seinen Schülern zu verschaffen.

Klassenbücher, in welche wie bei uns die Lehrer Bemerkungen
äber Vergehen einzelner Schüler eintragen, und welche auch bei
der Ausstellung der Zeugnisse Berücksichtigung finden, kennt man
in Transvaal nicht. Dafür hat man dort ein sehr empfehlenswertes
Verfahren. Auf jedem Klassentisch liegt das „Punkte-Buch“ (Mark-Book)
 aus. In dieses trägt jeder Lehrer, welcher in der Klasse
unterrichtet, die Punkte, welche die einzelnen Schüler in seinem
Fache während der laufenden Woche erreichten, ‚ein. Der Klassenlehrer
 addiert dieselben am Ende der Woche und teilt der Klasse
bei Beginn der nächsten Woche das Ergebnis jedes einzelnen
Faches, sowie den sich aus dem Gesamtresultat der Fächer ergebenden
 Klassenplatz mit.
Zur Illustration diene das folgende für 5 Schüler zusammenvestellte
 Beispiel:
            
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