Full text : Das Unterrichtswesen Transvaals

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bildenden Fächer, auf die in den oberen Klassen das Hauptgewicht
gelegt werden sollte, die zur Verfügung stehende Zeit nicht ausreichen.
Es herrscht aber in Transvaal das Bestreben, die tägliche Unterrichtszeit
 zu verlängern. In verschiedenen Schulen, besonders
in denen der Städte, ist dies sogar bereits verwirklicht worden.
Auch will man den Unterricht auf den Sonnabend ausdehnen.
Durch alles dieses wird natürlich die Innehaltung des Lehrplans
wesentlich erleichtert werden.
Der Lehrplan ist erst zwei Jahre in Kraft; aber die kurze
Erfahrung dieser Zeit hat bereits gelehrt, dass er allen Bedürfnissen,
 sowohl pädagogischen wie lokalen, gerecht wird. Noch ist
er allerdings für die meisten Schulen ein Ideal; aber es ist gut,
ein Ideal zu haben, dem man nacheifern kann.

Kapitel VI.
Die Volksschulen Transvaals.
(Siehe zum Folgenden: 1) Education Acts. 1907, 1908 und 1909, revised Regulations
 and Instructions. 2) Regulations, Courses of Instruction 1909. 3) Report,
 Transvaal Education Department 1910.)

Unter den verschiedenen Arten der Volksschulen Transvaals
haben wir zunächst die staatlich unterstützte Farmschule. Sie wird,
wie wir früher sahen, gebildet, sobald wenigstens 10 Kinder zur
Teilnahme am Unterricht vorhanden sind, diese weiter als 3 englische
 Meilen von der nächsten Volksschule entfernt wohnen, und
der Staat für sie keine Beförderungsmittel stellt.
Da der Staat diese Schulen nicht völlig unterhält, sondern pro
Kopf des Kindes nur eine Beisteuer zahlt, so ist das Gehalt der
an denselben beschäftigten Lehrer nur sehr gering. Die meisten
dieser Farmschul-Lehrer sind daher auch nicht professionell ausgebildet
 und besitzen kein Lehrer-Zeugnis.
Die Anforderungen, welche an diese Schulen gestellt werden,
sind dementsprechend gering. Biblische Geschichte, Lesen, Schreiben
 und Rechnen ist alles, was hier verlangt wird. Doch muss
sich auch in diesen Fächern der Unterricht nach den Vorschriften
des Lehrplans richten.
            
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