Full text : Das Unterrichtswesen Transvaals

73 —-beiden

 erst genannten Wege, für die Gegenwart wenigstens, dadurch
aus, dass es dort heute noch nicht viele „Meister“ auf dem Gebiete
 des Landbaues gibt.
Es bleibt also nur der dritte Weg, die Schule. Der Direktor
des Unterrichtswesens schlug bereits November 1906 (siehe Transvaal
 Indigency Commission, Minutes of Evidence 1906—1908 p.
42—43) für die Landdistrikte die Einrichtung von Schulfarmen vor,
welche auf den in der Volksschule erworbenen Kenntnissen aufdauend
 und sich zugleich den besonderen Landbauzweigen der
einzelnen Distrikte anpassend, sowohl praktisch wie theoretisch
sine gründliche landwirtschaftliche Ausbildung geben sollten.
Leider hat aber nach dieser Richtung hin noch nicht viel
getan werden können, einerseits, weil es an den nötigen Mitteln,
andererseits, weil es an ausreichenden Lehrkräften fehlte,
In einem der grössten Landbau-Distrikte Transvaals, Potchefstroom,
 besteht allerdings in Verbindung mit der Gouvernements-Versuchsfarm
 (siehe Report, Transvaal Indigency Commission 1906
—1908 p. 82) eine grössere Landbauschule. Auch ist hier für die
Unterbringung von Landbau - Schülern aus anderen Distrikten
gesorgt. Aber der Besuch dieser Schule ist für die Söhne ärmerer
Farmer zu kostspielig; auch wird dort eine höhere Vorbildung als
die einer Volksschule vorausgesetzt, und, was das wichtigste ist,
— diese eine Schule reicht nicht aus für den Bedarf des ganzen
Landes,
Da nun aber die Landbaufrage für Transvaal eine so dringende
ist, plante man im Jahre 1910 (siehe Report, Transvaal Education
Department 1910 p. 82) die Errichtung einer Landbau-Hochschule,
deren Bau vielleicht heute schon in Angriff genommen ist.
Man beabsichtigt, von dieser Hochschule aus in ähnlicher
Weise, wie dies in Canada unter dem früher erörterten Mac Donald
System geschieht, auf die ganze landbautreibende Bevölkerung Transvaals
 aufklärend und unterrichtend einzuwirken. Dort werden auch
die nötigen Lehrer für die geplanten Schulfarmen herangebildet werden.
Wenden wir uns jetzt zu den übrigen Gewerben — (siehe
hierzu besonders Transvaal Indigency Commission, Minutes of Ervidence
 1906—1908 pp. 335—337, 393, 403—407), — go fällt von
den drei früher erwähnten Wegen zur Erlernung derselben in
            
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