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stellt werden, auf deutsche Verhältnisse übertragen, so entsprechen
dieselben etwa denen der Primareife eines deutschen Gymnasiums.
(Siehe zu dem Folgenden: Calendar, University of the Cape of
Good Hope 1911—1912 p. 76—80.)
Die Fächer, in welchen geprüft wird, sind:
a. Englisch oder Holländisch.
b. Eine zweite lebende Sprache. Die Wahl steht offen zwischen
Englisch, Holländisch, Französisch, Deutsch, Portugiesisch, und
einer Eingeborenen- (Kaffer, Sesuto oder Sechuana) Sprache.
o. Latein.
d. Mathematik: Arithmetik, Algebra und Geometrie.
e. Ein naturwissenschaftliches Fach. Die Wahl steht offen zwischen:
1. Physik, 2. Chemie, 3. Physik und Chemie vereint,
4. Botanik, 5. Zoologie, 6. Botanik und Zoologie vereint.
f. Geschichte oder Griechisch.
Es unterliegt keinem Zweifel, dass dieses Matrikulations-Examen
der Kap Universität seit Jahrzehnten einen hemmenden Einfluss
auf die Entwicklung des südafrikanischen höheren Schulwesens gehabt
hat und zum Teil auch heute noch hat, wenn auch, wie wir
sehen werden, während der letzten Jahre einige verbessernde Abänderungen
vorgenommen worden sind.
Um die Nachteile dieses Examens klarzulegen, habe ich bereits
hier in Kürze über die Kap Universität selbst zu sprechen.
Näheres über dieselbe werde ich bei der Besprechung der Hochschulen
Transvaals bringen.
Die „University of the Cape of Good Hope“ ist keine lehrende,
sondern nur eine prüfende Universität, d. h. sie ist: keine Universität
in unserem deutschen Sinne, sondern nur eine Prüfungskommission,
zu welcher Professoren der verschiedenen „University
Colleges“ (lehrende Hochschulen) Süd-Afrikas berufen werden.
Diese Prüfungskommission hat allein das Recht, in britisch
Süd-Afrika Examina abzuhalten, welche auch in Grossbritannien Anerkennung
finden. Für die „High Schools“ kommt von diesen
Prüfungen besonders das Matrikulationsexamen in Betracht. Dasselbe
ist nur ein schriftliches und für ganz britisch Süd-Afrika das
gleiche. Es beginnt für alle Kandidaten an demselben Tage und