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durch Ausländer besetzt werden mussten, so wird dies in absehbarer
Zeit durch die grosse Zahl derer, welche im Lande selbst
sine höhere Bildung erhalten, fortfallen.
Wir hatten gesehen, dass bereits vor dem Boerenkriege ein
Anfang auf dem Gebiete des höheren Schulwesens gemacht war.
Heute bestehen in Transvaal schon sechs staatliche „High Schools“:
1. die Cleveland (Johannesburg) „High School“ für Mädchen,
2. die Jeppe „High School“ für Knaben und Mädchen,
3. die Johannesburg „High School“ für Knaben,
4. die Potchefstroom „High School“ für Knaben,
5. die Pretoria „High School“ für Mädchen und
5, die Pretoria „High School“ für Knaben.
Der Durchschnitt der Gesamt-Schülerzahl dieser Schulen belief
sich für die vier Quartale des Jahres 1910 (siehe Report, Transvaal
Education Department 1910 p. 97) auf 1333.
Die „High Schools“ stehen nicht wie die Volksschulen unter
den „School Boards“ der Distrikte, zu welchen sie gehören, sondern
unter besonderen „Governing Bodies“, leitenden Körperschaften,
die in ähnlicher Weise wie die „School Boards“ auf dem Gebiete
des Volksschulwesens dem Unterrichts-Departement bei der Verwaltung
der „High Schools“ zur Seite stehen.
Die Gebäude der „High Schools“, besonders die, welche im
Laufe der letzten Jahre errichtet wurden, können in Bezug auf
Schulhygiene und Architektur als Muster dienen und sind mit allen
für einen höheren Unterricht notwendigen Vorkehrungen versehen,
Die meisten von ihnen sind ausserdem mit grösseren Kosthäusern
verbunden, in welchen die Schüler der Aussendistrikte unter Beaufsichtigung
von Lehrern der Schule untergebracht werden.
Der Unterricht in den „High Schools“ ist nicht frei. Das
Schulgeld beläuft sich (siehe Report, Transvaal Education Department
1910, p. 89) entsprechend der Höhe der Klasse, welche
die Schüler besuchen, für Knaben auf M. 160, M. 240 und M. 320
and für Mädchen auf M. 120, M. 180 und M, 240 pro Jahr.
Die Differenz der Kosten wird durch den Staat gedeckt. Derselbe
steuerte im Jahre 1909 (siehe Report, Transvaal Education
Department 1910 p. 89) circa M. 265, im Jahre 1910 circa M, 168
pro Kopf des Schülers bei. Der grosse Unterschied in dem Zuschuss