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Der Nettogewinn schwankt also zwischen 18 und 40%
des Umsatzes, vorausgesetzt, dass die angegebenen Zahlen auf
Tatsachen beruhen, was ich bei einem Gewinn von 40°/o bezweifeln
möchte. Der Nettogewinn bei Medicinaldrogerien wird
durchschnittlich auf 25 bis höchstens 35°/ 0 berechnet, bei gemischten
Drogerien auf 15 bis 25%.
Wenn einzelne Drogerien, wie dies auch geschehen, bei
Verkaufsangeboten einen Verdienst von 40 bis 45% des Umsatzes
angeben, so soll dies jedenfalls nur als Anlockung dienen,
auf reeller, solider Basis kann das nicht beruhen; selbst Apotheken
gewähren ja diesen Verdienst nicht.
Die Konkurrenz wird auch bei den Drogenkleinhandlungen
von Jahr zu Jahr drückender, man kann dies an dem
schnellen Wachsen der Drogen handlangen im Vergleich zu den
Apotheken ersehen. In Leipzig z. B. bestanden:
1890
1895
1897
1900
1901
1903
82 Drogerien
106
117
132
139
141
11
11
11
11
32 Apotheken
34
36
38
41
45
»
11
11
11
11
Die Apotheken vermehrten sich also durchschnittlich jährlich
um 1, die Drogerien fast um 5.
Die Inhaber der Drogenkleingeschäfte sind in sehr
vielen Fällen Apotheker, die keine Apotheke erwerben konnten,
und nicht bis ins 40. Jahr warten wollten, um selbständig zu
werden, meistens natürlich gelernte Drogisten, seltener nur
Kaufleute. Die Gehilfen sind fach- männisch und kaufmännisch
ausgebildete junge Leute, die 80 bis 120 M. monatliches
Salair beziehen und sechs wöchentliche Kündigung per
Quartal haben. In kleinen Städten haben dieselben sehr oft
Kost und Logis beim Chef, in welchem Falle das Salair
monatlich 40 bis 50 M. niedriger ist. Die Lehrlinge haben
gewöhnlich 3 bis 4 Jahre zu lernen; eine gegenseitige Vergütung
ist nicht gebräuchlich, manchmal haben sie freie
Station im Hause des Lehrherrn, namentlich in kleinen Städten,
oft erhalten sie im zweiten, dritten und vierten Jahre
ein Taschengeld, das im Belieben des Inhabers der Handlung
steht. Nach bestaudner Lehrzeit gehen viele junge Leute auf
Fachschulen, wie solche in Berlin, Leipzig, Dresden, Hamburg
und anderen Gressstädten bestehen, um sich noch in Buchführung,
Rechnen, Kalligraphie zu vervollkommnen und Unterricht
in Drogenkunde, Botanik, Chemie etc. zu nehmen. Die