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gemischten Drogerien dagegen ausser den oben genannten
noch Kolonialwaren, Gebrauchsgegenstände und oft auch Spezialitäten
ausser der Branche, wie z. B. Mal-, Kerbschnitz- und
Holzbrandutensilien, photographische Apparate für Amateure etc.
Die Drogendetaillisten beziehen ihre Drogen und Cbemiekalien
zumeist von den Drogengrosshandlungen, nur in seltenen
Fällen direkt von den Fabriken; wie zuvor erwähnt, erhalten
sie gewöhnlich 3 Monate Ziel oder D/% Proz. Skonto bei Barzahlung.
Um auf einen angemessenen Gewinn zu kommen,
muss der Detaillist einen Bruttoverdienst von 35 bis 40 Proz.
des Umsatzes erzielen. Bei Drogen und Chemikalien ist natürlich
der Gewinn ein bei weitem höherer, dagegen bei Spezialitäten,
kosmetischen Präparaten und namentlich bei Kolonialwaren
ein geringerer; bei letzteren oft nur 10 bis 15“ Proz.
Der definitive Reingewinn ist bei verschiedenen Drogerien sehr
verschieden. Es sprechen dabei 2 Faktoren mit: ob reine Medizinaldrogerie,
oder gemischte und ob in kleiner oder grosser
Stadt. Die reinen Medizinaldrogerien und die Drogerien der
grossen Städte haben eine höhere Gewinnquote; bei Medizinaldrogerien
leuchtet dies an und für sich ein, bei den anderen
spielt das Warenlager eine grosse Rolle. Eine Drogerie in
einer grossen Stadt, in der für alle Artikel die Grossisten vorhanden
sind, braucht nur ein kleines Warenlager zu halten,
denn der Drogist kann ja jeden Augenblick telephonisch beim
Grossisten nachbestellen; während in kleineren Städten natürlich
dieser Vorteil wegfällt. Dieselbe Beobachtung kann man
bei den Apotheken machen: die Grossstadtapotheker haben tatsächlich
ein viel kleineres Lager als die Apotheken einer kleinen
Stadt.
Seit einiger Zeit macht sich bei gewissen Detaillisten und
namentlich Warenhäusern die Tendenz geltend, mit pbarmaceutischen
Spezialitäten zu schleudern, indem man 10 bis
15 Proz. billiger als vorgeschrieben verkauft. Solche Artikel
werden dann mit Preis versehen ins Schaufenster als Lockmittel
gestellt. Bei den meisten Spezialitäten sind die Detailpreise
auf die Etikette oder auf die Verpackung aufgedruckt;
direkt neben diese wird dann der billigere Preis von der
schleudernden Firma angebracht. Man kann z. B. in den Schaufenstern
solcher Geschäfte stehen sehen: Odol (Verkaufspreis
M. 1.50) à Flasche M. 1.30 oder Döringseife á Stück 30 Pfg.
(statt 40 Pfg.), oder Javol à Flasche M. 1.70 (statt M. 2) u. a.
Um diese Schleudereien, die sowohl für Fabrikanten, wie für
Grossisten und Detaillisteu von grossem Nachteile sind, da derartig
misskreditierte Artikel oft ganz aus dem Verkehr all-