Thermochemie.
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zustande und dem Endzustande des Systems ab, ist aber dieselbe,
welches auch die Art und die Folge der Zwischenzuftände sein
mag.
Dies zuerst von dem russischen Chemiker Heß (1840) ermittelte
Gesetz ist von großer Wichtigkeit, da es häufig ermoͤglicht, die
Bildungswärme eines Rörpers zu berechnen, wenn deren direkte
Bestimmung im Kalorimeter nicht möglich ist. 3. B. der Kohlen⸗
stoff bildet mit Sauerstoff zwei Oxydationsstufen, das Kohlen—
oxyd CO und die Rohlensäure COs. Bei der vollständigen, im
Kalorimeter ausführbaren Verbrennung entsteht nur Kohlensäure,
und der Versuch führt zu der Gleichung:
CT20 600 -4943 Kal.
Andererseits kann man das brennbare Kohlenoxydgas auch mit
Sauerstoff zu Kohlensäure verbrennen. Dieser Vorgang entspricht
der Gleichung o -.0 - C02 4 68,3 Kal. Da nun die Waͤrme—
entwickelung bei der Bildung der Kohlensäure stets dieselbe(94, 3 Kal.)
ist, einerlei ob der PVorgang auf einmal oder in mehreren Ab—
schnitten verläuft, so folgt als Bildungswärme des Kohlenoxyds
CTOCO-OMAA-6,3 26 Kal.
Dieser Satz ermöglicht es z. B., die bei der Umwandlung
eines Explosivstoffes entwickelte Wärme in den Fällen zu bestimmen,
wo keine vollständige Verbrennung stattfindet, aber die Produkte
analytisch bestimmt sind. Man muß kennen 1. die Wärme, welche
durch die vollkommene Verbrennung des Explosiostoffes entwickelt
wird, und welche kalorimetrisch unter Verwendung von reinem
Sauerstoff bestimmt werden kann; 2. die Wärmemenge, welche durch
die vollkommene Verbrennung der Explosionsprodukte entwickelt
wird, und welche berechnet werden kann, wenn diese durch die
Analyse festgestellt sind. Die Differenz der beiden Größen bildet
die gesuchte Wärmemenge.
Der zweite Satz ist besonders wichtig bei der Bestimmung
der Bildungswärme organischer Körper, welche nicht direkt ge—
messen werden kann. Die Bildungswärme einer organischen Ver—
bindung aus ihren Elementen ist die Differenz zwischen der
Summe der Verbrennungswärmen der Elemente im freien Sauer—
stoff und der Verbrennungswärme der Verbindung, unter Bil—
dung der gleichen Verbrennungsprodukte. Umgekehrt kann man
die Berbrennungswärme eines aus Rohlenstoff, Wasserstoff, Sauer—
stoff und Stickstoff zusammengesetzten Körpers berechnen, wenn