Samarkand, Katta-Kurgan, Taschkent kommen Türken, Tataren, Ukrainer, Finnen,
Tadschiken, Tekinzen, Armenier. Usbeken und Vertreter vieler anderer
Nationalitäten.
Als Beispiel mögen einige Angaben über die Verbannung der Finnen dienen,
Diese Angaben stammen von dem Komitee für das Ingermanland:
„In den Jahren 1929 bis 1931 wurden 4320 finnische Familien (insgesamt etwa
18000 Personen) aus ihrer Heimat im Ingermanland vertrieben und in entlegene Teile
der Sowjetunion zwangsverschickt.
In dieser Schneewüste des hohen Nordens arbeiten Hunderttausende von Verbannten. Das Bild zeigt
die Spitze des Weißmeerkanals im Bau,
Nachdem in den beiden darauffolgenden Jahren eine kleine Besserung in dieser
Hinsicht eingetreten war, haben im Frühjahr dieses Jahres die radikalen Maßnahmen
der bolschewistischen Behörden gegen die finnische Bevölkerung im Ingermanland in
verschärfter Weise wieder eingesetzt.
Allein in den Monaten April/Mai 1935 sind nach zuverlässigen Angaben 2500—2600
finnische Bauernfamilien hauptsächlich nach Turkestan abgeschoben worden. Um
dieser Maßnahme den Schein der Gerechtigkeit zu geben, müssen die Bauern unterschreiben,
daß sie ihre Heimat ‚freiwillig‘ verlassen. Wer sich weigert, kommt in ein
Zwangslager nach Sibirien.“
IE