Full text : Lage und Unterstützung der Segelschiffahrt

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Mit dem Rückgang der Segelschiffahrt gehen auch die kleinen
Werften zu grunde, und die großen Werften kümmern sich nicht
um den Bau kleiner Fahrzeuge.
Ist nun aus obigen Gründen das Interesse des Reichs er⸗
wiesen, so kann man das Reich auch um Unterstützung zur Er⸗
—
Welcher Art sollen nun diese Unterstützungen sein?
Es ist von vornherein ausgeschlossen, Unterstützungen in
solcher Höhe zu fordern und zu erlangen, daß die Segelschiffs⸗
reederei dadurch wieder zu einem lohnenden Geschäft wird und daß
der Unterstützung wegen sogar größere Segelschiffe wieder gebaut
werden könnten.

Subvention für Segelschiffe in Frankreich.
1.70 fr. für jede Brutto Reg-⸗T. für je 1000 durchsegelte
Seemeilen.
Für eine Reise von Europa nach der Westküste Südamerikas,
rund 18000 Seemeilen, erhält ein Schiff von 2000 Reg.⸗T. brutto
2000 1.70 18 fr. 51200. —-à
 80 * A AOSMb60. -
Die Unterstützung kann sich nur darauf beschränken, die vor—
handene Flotte zu erhalten, dadurch daß den Reedern der Schiffe
in großer Fahrt ein geringer Verdienst gesichert und das unaus—
bleibliche Absterben hinausgeschoben wird, allmählich geschieht, und
nicht so schmerzlich empfunden wird; daß den Reedern der Schiffe
in kleiner und in der Küstenfahrt aber ein mäßiger Gewinn ge—
sichert wird, der auch zu Neubauten veranlassen kann und den
kleineren Schiffswerften Arbeit liefer. Es würde vergebliche
Mühe sein, Subventionen zu erlangen, die nach der Größe der Schiffe
und der zurückgelegten Meilenzahl berechnet, wie in Frankreich,
eine solche Höhe erreichen, daß Schiffe zu den niedrigsten Frachtsätzen
segeln nur um die Subvention zu erlangen. Frankreich hat dadurch nur
erreicht, daß in den Jahren 1894- 1901 die Zahl der großen
Segelschiffe von 89 auf 188 stieg; Erfolg haben diese Schiffe
nicht gehabt, sie haben nur dazu beigetragen, die Frachten für
Segler noch mehr zu drücken und sind schon jetzt wieder in der
            
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