Metadata : Geldwert in der Geschichte

Geldwert  in  der  Geschichte.

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Versuch,  durch  Ansetzen  an  einem  ganz  anderen  Punkt  sehr
viel  schneller  das  für  den  Historiker  Wesentliche  zu  erreichen,
wenigstens  einem  dringenden  Bedürfnis  entgegenkommt.
In  den  beiden  ersten  Abschnitten  glaubte  ich  den  Versuch  wagen
zu  müssen,  die  bisher  wichtigsten  methodologischen  Gedankenreihen, ­
  die  geldgeschichtliche  und  die  nach  einem  konstanten
Wertmesser  des  Geldes  fragende,  bis  an  die  Schwelle  der  hier
zu  empfehlenden  Methode  zu  führen.  Wie  weit  es  mir  gelungen
ist,  in  einer  kurzen  Skizze  der  weitschichtigen  nationalökonomischen ­
  Literatur  gerecht  zu  werden  und  doch  überall  ihre  Tendenzen ­
  in  das  andere  Licht  der  Bedürfnisse  des  Historikers  zu
rücken,  hat  wohl  manches  mit  dem  Urteil  über  die  Notwendigkeit, ­
  wenig  aber  mit  dem  über  die  Brauchbarkeit  meiner  Methode
selbst  zu  tun;  und  wer  kein  Interesse  an  den  Beziehungen  zu
der  bisherigen  Diskussion  nimmt,  kann  sich  gleich  der  zweiten
Hälfte  dieser  Untersuchung  zuwenden  ’).
Eine  praktische  Durchführung  habe  ich  in  Angriff  genommen 1  2 ).
Die  Methode  schien  mir  aber  mindestens  in  dem  wesentlichen
Gedanken  —  der  Anschaulichkeit  der  einzelnen  Skala,
in  der  der  Organismus  der  ökonomischen  Schichtung
zur  lebendigen  Erscheinung  kommt  —  ganz  unmittelbar
für  jedermann  brauchbar.  Wenn  die  Statistik  eine  der  lebendigsten
noch  nicht  geleistet  ist“,  lind  weist  die  Forschung  zurück  auf  äußerste
Spezialisierung  (S.  245).
1)  Im  allgemeinen  liegt  das  Gewicht  auf  den  Abschnitten  II  und  III.
2)  Im  Zusammenhang  mit  Arbeiten  zur  vergleichenden  VerwaltungegßBchichte.
  Dabei  werde  ich  auch  zurückkommen  auf  gewisse  Thesen,  die
Hosbnthal  kürzlich  (Vjschr.  f.  Soz.-  u.  Wirtschaftsgesch.  1911,  S.406—424)  mit
Ungenügenden  Mitteln  bekämpft  hat.  Was  aus  dem  Studium  der  burgundischen
Institutionen  gewonnen  wurde  und  zuerst  aus  den  französischen,  englischen,
spanischen  Analogien  das  Hecht  zu  Generalisierungen  sich  nahm,  wird  nicht
durch  Hinweise  auf  Bayern  widerlegt;  um  so  weniger,  da  am  entschiedensten
ini  15.  und  16.  Jahrhundert  die  beiden  Reihen  sich  vermengen,  die  von  mir
betonte  Naturgeschichte  der  Behördenevolution  und  die  den
Rezensenten  interessierende  Entwicklungsweise  bureaukratischer  Behördenformung.
  Daß  beides  nebeneinander  hergeht,  das  eine  hier,  das
andere  dort  überwiegend,  das  dürfte  die  Formel  sein,  auf  die  man  sich
schließlich  einigen  wird,  wenn  „Staub  und  Wirbelwind  der  Kontroverse“,
w ie  Carlyle  einmal  sagt,  vorüber  sind.

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