Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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FKAXKIŒICH.  —  Militar  (Seemacht,.

die  Orientarmee  82,133  Mann  einbüsste,  verlor  die  ganze  übrige  franz.
Armee  durch  Tod  nur  21,028.  (Nach  Niel  hatten  die  Franzosen  vor
Sebastopol  allein  einen  Verlust  von  40,308  M.  Eine  andere  Berechnung
gibt  den  Verlust  der  Franzosen  an  Todten  im  Orientkriege  zu  93,250  M.
an,  von  denen  nur  etwa  10,000  an  Wunden  umkamen.)
Am  1.  Jan.  1859,  also  unmittelbar  vor  dem  Ausbruche  des  italien.
Krieges,  war  der  Armeebestand  :
In  den  Coqjs  im  Innern  :i22,228  Mann
-  Algerien  7;t,.iO0  -
-  Italien  0,050  -
Gesammter  Activstand  401,778  Mann
In  widerruflichem  langem  Urlaube  135,407  -
Total  537,Í85  Mañh  *)
Während  des  Kriegs  (Ende  Apr.  bis  Juli  1859)  wurde  die  Zahl  auf
000,000  gebracht  und  im  ganzen  Jahre  ergab  sich  durchschnittlich  ein
Stand  von  550,439  M.  (nach  der  Erklärung  des  Finanzministers  Fouldi.
—  Dieser  Krieg  veranlasste  übrigens,  ausser  der  Erhöhung  der  Jahresconscription
  auf  140,000  M.,  auch  eine  anticipirte  Aushebung  der  Altersclasse
  1800.  In  der  Heerorganisation  kamen  verschiedene  Veränderungen ­
  vor.  Der  Menschenverlust  war  ungewöhnlich  mässig,  doch  verhältnissmässig
  sehr  gross  an  Offleieren.  Im  Ganzen  starben  auf  den  Schlachtfeldern ­
  und  in  den  Ambulanzen  5782,  in  den  Spitälern  4300,  durch
Selbstmord  31,  zus.  (nach  offle.  Aufstellungen)  10,173;  ausserdem  32
in  den  Ambulanzen  in  Frankreich.  Wie  gross  die  Zahl  der  zu  Krüppeln
Gewordenen  war,  wissen  wir  nicht.
Seemacht.  Es  haben  grosse  Anstrengungen  statt  gefunden,  die  franz.
Marine  der  englischen  ebenbürtig  zu  machen.  Ueber  den  wirkl.  Bestand
fehlt  es  an  verlässigen  Angaben.  Bei  Berathung  des  Budgets  für  1805
erklärte  der  Berichterstatter:  Aus  politischen  Gründen  vermeide  die
Commission  eine  nähere  Erörterung,  sich  auf  das  Verlangen  beschränkend, ­
  dass  im  J.  1805  die  Normalzahl  der  ausgerüsteten  Fahrzeuge  von
1  88,  und  die  der  Seeleute  von  32,000,  nicht  überschritten  werde,  während ­
  die  mexican.  Expedition  die  erste  Zahl  auf  259,  die  letzte  auf
18,933  M.  hinaufgebracht  habe.  —  Nach  einer  Aufstellung  vom  October
1804  besass  Frankreich  10  gepanzerte  Fregatten  mit  Maschinen  von
900—  1000  Pferdekr.  und  von  52  —  30  Kan.  —  Schraubenschiffe
hatte  man  3  ersten  und  5  zweiten  Ranges,  die  ersten  v.  1  10  —100  Kan.;
3  weitere  ausgerüstet  und  1  auf  d.  Werfte  ;  1  1  ausgerüstete  und  4  entwaffnete
  Fregatten  und  I  im  Bau;  10  Corvetten  und  4  auf  d.  Werften;
]  Aviso  von  0  Kan.,  1  1  von  4  K.,  30  von  2  ;  5  Kanonenboote  im  Bau  ;
29  Transportsch.,  dann  5  im  Bau  und  14  entwaffnet;  1  schwimmende

*)  Die  ganze  blos  auf  dem  Papier  organi.sirte  Reserve  betrug  damals  nicht
mehr  als  13,88/  Mann,  on  nur  80  schon  gedient  hatten.  Dies  war  die
schwächste  Seite  des  franz.  Armeewesens,  und  damit  ergab  sich  die  Unmöglichkeit ­
  eines  länger  dauernden  Kampfes,  z.  B.  wenn  ausser  dem  Kriege  in  Italien
ein  solcher  zugleich  gegen  Deutschland  hätte  geführt  werden  sollen.  Dieses
Element  der  Schwäche  hat  Napoleon  trefflich  zu  beseitigen  begonnen  durch  die
oben  erwähnte  Einrichtung  eines  im  Ganzen  blos  fünf-  bis  sechsmonatlichen
Abrichtens  der  zum  gewöhnlichen  Activdienste  nicht  ausgehobenen  Jünglinge.
            
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