Full text: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

Vorwort zur vierten Auflage. 
XV 
Volkszählung in den Zollvereinsstaaten stattgefunden Dec. 1&64;. 
hiS ging nicht an, den Druck zu verschieben bis die Ergebnisse 
dieser Zählung in allen Staaten festgestellt und bekannt gemacht 
sein würden. Wir haben es bei der vorigen Auflage thatsächlich 
erfahren, dass in manchen Ländern erst nach beinah einem Jahre 
auch nur provisorische, später nicht unbedeutend rectiflcirte 
Aufstellungen erlangt werden konnten, und dies zwar ungeachtet 
der entschiedensten Gefälligkeit, die wir so ziemlich allenthalben 
fanden, wobin wir uns um Unterstützung zu venden hatten. In 
einem .Jahre stehen aber anderwärts (namentlich in Frankreich, Bel 
gien etc. bereits wieder neue Zählungen in Aussicht, und so käme 
man gleichsam nie zum Abschlüsse. Um also die Herausgabe des 
Buches nicht beinahe ein ganzes .Jahr lang zu verzögern und dann 
dennoch nur annähernd richtige Ziffern einer blos provisori 
schen Berechnung geben zu können, schien es geeignet, bezüglich 
der Zollvereinsstaaten die in allen I heilen festgestellten Bevölke 
rungsaufnahmen vom December ISGl vorerst beizubehalten. Um 
indess auch in dieser Jfeziehung keineswegs zurück zu bleiben, 
wird der Herr A erleger eine gedrängte Zusammenstellung der 
wichtigsten Ergebnisse der neuen Aufnahme, so bald dieselben 
definitiv festgestellt sein werden, den Käufern dieses Buches un— 
entyeldlicli nachliefern. 
Es versteht sich von selbst, dass auch bei dieser Auflage irrige 
Angaben, auf welche wir aufmerksam gemacht wurden, sorgsam 
berichtigt sind. Das vorliegende Buch schliesst eine so ungeheuere 
‘ lenge einzelner Daten in sich, dass die Vermeidung aller Irrthü- 
mer selbst dann geradezu unmöglich wäre, A\ enn die Statistik allent 
halben einen weit höheren Grad der Entwicklung erreicht hätte, 
als es gegenwärtig noch der Fall ist. 
Aber auch viele \\ ünsche sind uns zugekommen, noch diese 
oder jene Art von Einzelheiten aufzunehmen. Wenn irgend mög 
lich ohne den eigentlichen Zweck des Werkes zu gefährden, ist 
sidchen \ erlangen entsprochen worden. In nicht wenig Fällen 
musste jedoch davon abgesehen werden, und zwar aus der massge- 
)cnden Bücksicht, dass der praktische Gebrauch, für wel- 
P len dieses Buch von Anfang an bestimmt war, durch allzugrosse 
^ usdehnung nicht gefördert, sondern geschädigt werden würde. 
Aus diesem (irunde mussten namentlich Erörterungen über die 
I heorie der Statistik und die Art der Behandlung der Aufnahme 
^c. unbedingt ausgeschlossen bleiben. Dass übrigens Fragen dieser 
^ erfasser persönlich nichts weniger als gleichgiltig sind, 
durfte u. a. der Anhang zur neuen Auflage einigermassen beweisen. 
^mgt in der Natur der Dinge, dass ein Buch, welches einige 
Auflagen erlebt hat, Nachahmungen findet. Wir können uns nur 
freuen, so vielen Erfidg erlangt zu haben, um auch diesesVorkomm- 
niss zu erfahren, wenn gleich nebenbei ein Faar Ungebührlichkei- 
ten zum A orschein kamen. Es ist diese letzte Erscheinung gleich- 
alls ein statistisches Moment, wie manches andere vergleiche 
*-cite 5.JG), selbst in der Beziehung, dass das eines Erfolges
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.