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PREUSSEN. — Finanzen (Staatsschuld).
Zu den neueren Rudgeterliölmngen trugen wesentlich bei : Erhö
hung der Krondotation um % Mill, (auf 3’07d,000 Thlr. an Geld, ohne
Schlössergenuss etc.), dann der Etat für Schuld, Krieg und Marine, und
die Besoldungserhühungen.
Die frühem Budgets schlossen (in Einnahme- und Ausgabeziffer
stets gleich endigend) folgendermassen ab :
Ü5’!)41,540 Thlr.
!)7T91,72S -
lü(l’(i07,Sll» -
185(»
1851
1852
1855
1854
1855
105’()02,770 -
110’5()5,l<)8 -
111’827,785 -
185C)
1857
1858
1859
1890
1801
118’804,O71 Thlr.
120’242,512 -
120’409,778 -
151’859,288 -
150’542,5I0 -
159’527,557 -
in Einnahme und Ausgabe
Das Budget der Stadt Berlin für 1805 schliesst
mit 5’029,S95; der wirkliche Bedarf betrug 1800 5’552,544 Thlr., und ist somit
grösser als der manches selbständigen Staates.
Staatsschuld nach dem Etat vom 1. Jan. ISG l :
A. Allgemeine verzinsliche Schuld:
1) Consolidirte Schuld von 1842 77’705,000 Thlr.
2) Freiwillige Anleihe von 1848 4’1G8,170
Anleihe von 1850 14*855,900
_ 1852 15*482,000 -
- 1855 4*559,400 -
_ 1854 15*555,400 -
Prämien-Anleihe von 1855 15*050,000
Eisenbahn-Anleihe von 1855 7*050,500
Anleihe bei der Hank von 1850 15*047,.100
Anleihe von 1857 7*522,000
5i)rocentige Anleihe von 1859 29*090,2d0
2te Anleihe von 1859 18*019,100
Anleihe von 1802 4*800,000
Zusammen gewöhnliche Schuld
Provinzielle Staatsschulden
:i)
4)
5)
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7)
8)
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10)
11)
12)
1.5)
258*904,420 Thlr.
B. Provinzielle Staatsschulden 5*904,809
C. Eisenbahnschulden 19*020,475
Zusammen verzinsliche Schuld 201*855,704 Thlr.
1). Unverzinsliche Cassen-Anweisungen (Papiergeld) . . 15*842,547
Totul-Scludd 277*078,051 Thlr.
Hiezu gehören noch die Cautionen (nach einer Angabe 5,2 Mill,,
nach einer andern 7,0 M., und das Guthaben der Milit. - Wittwcncasse
mit 89U,400 Thlr., — zus. 28:Py^ oder 280% Mill. — Von dem durch
Gesetz v. 24. Sept. 1802 gestatteten Eisenbahnanlehen bis zu 17 Mill,
hat die Regierung 1804 0 Mill, realisirt. Ausserdem hatte der Staat
(Anf. 1801) für 01’150,000 Thlr. Eisenbahnanlchen Zinsgarantie über
nommen.
Der Staatsschatz wurde vom Minister in der Budgetcommiss.
vom Aug. 1802 zu 20*014,499 Thlr. berechnet; ausserdem: Betriebs
fonds in den versch. Gassen 9’873,1 35, Mittel zur Tilgung von Gautio-
nen 5 Mill.; endlich rückständige Steuern etc. 15’135,533, — zusam
men 50’023,107 Thlr. an Mitteln.
Frühere Schuldverhältnisse. Als Friedrich II. 1740 den
Thron bestieg, fand er einen Staatsschatz von 8’700,000 Thlr. Die Er
oberung Schlesiens kostete an Geld nur ungefähr 8, der siebenjährige
Krieg aber gegen 1 25 Mill. Man bedurfte nicht nur der englischen Sub-