Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

PRRUSSEN.  —  Sociale  und  industrielle  Zustande.

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Classe  I  Classe  II  Classe  IH  Classe  IV  Classe  V  Classe  VI
Morgen  150  1,251  9,147  21,503  13,164  15,062
Auf  die  einzelnen  Provinzen  kamen;  Rheinland  10,457  Morg.  Weinberge, ­
  Schlesien  5,348,  Brandenburg  4,448,  Sachsen  3,1  04  u.  Posen  800,
Viehstand  (ohne  Hohenzollcrn  ,  1  800  mit  diesem  ;  die  früheren
Aufnahmen  sehr  unvollständig)  :

Pferde  Esel  Bindvieh  Schafe  Ziegen

1816
1822
1831
1840
1849
1858
1860

P243,261
1’363,249
1’374,594
1’512,429
1’575,417
1’617,160
1’680,624

6,921
7,146
7,336
7,412

4’013,912
4’247,021
4’446,368
4’975,727
5’371,644
5’487,000
5’634,610

Gesamint-Schweine
  viehstand
auf  Rindvieh
reducirt
1’494,369  7’090,387
1’599,211  7’710,103
1’736,004  8’135,259
2’238,749  9’473,922
2’466,316  10,035,378
2’577,956  10’154,561
2’636,701  10’627,621

8’260,396  143,433
10’037,522  175,847
11,751,603  214,072
16’344,01S  359,820
16’296,928  584,771
15’362,196  664,255
17’457,228  806,109
Gewerbswesen.  Die  finanzielle  Noth  des  Staats  nach  der  Jenaer
Schlacht  veranlasste  die  Einführung  einer  GewerbSteuer,  und  damit
diese  reichlicheren  Ertrag  liefere,  gleichzeitig  auch  die  Einführung  der
Gewerbefreiheit  {»Edict  über  Einführung  einer  allgemeinen  Gewerbsteuer«
  vom  2.  Nov.  1810).  Es  war  für  die  früher  Berechtigten  ein
doppelter  Schlag,  das  bisherige  Vorrecht  zu  verlieren  und  dafür,  neben
der  neu  geschaffenen  Concurrenz,  auch  noch  eine  besondere  Steuer  entrichten ­
  zu  müssen.  Und  doch  war  die  Aenderung  eine  Wohlthat  für  den
Staat,  und  alle  theilweiscn  Beschränkungen,  welche  die  Reaction  durchsetzte, ­
  haben  sicli  nachtheilig  erwiesen.  —  Den  Hauptclassen  der  Beschäftigung ­
  nach  zählte  man  1801  nach  den  Gewerbetabellen  :  Metallurgische ­
  Industrie  57,110  Personen,  Maschinenfabrication  73,302,  Fabrication ­
  von  Instrumenten  9,720,  Fahr,  von  Metallwaaren  172,009,
Mineralurgische  Industr.  100,158,  Fahr,  chemischer  Producte  31,735,
Fahr,  von  Consumtibilien  270,873;  Textilindustrie  a)  Bereitung  von
Gespinnsten  und  Geflechten  00,759,  b)  Weberei,  Bandfabric.  203,444,
c)  Zurichten  von  Geweben  35,087,  —  Fabric,  von  Kleidung,  Wäsche,
Putz  108,788,  Leder-  und  Pelzbereitung  195,070,  Holz-  undBeinwaaren
  153,594,  Papier-  und  Pappebereitg.  22,880,  Polygraphische  Gewerbe ­
  12,038,  Baugewerbe  187,390,  andere  Industriezweige  18,904,  —
zusammen  U780,145Pers.  (1840  waren  es  1'343,821,  1855  1’027,770).
Die  Fabrikbevölkerung  hat  weniger,  als  man  erwartet,  zugenommen. ­
  ln  der  Handwerksliste  ergibt  sich  absolut  gleichfalls  eine  Zunahme,
relativ  aber  eine  Verminderung.  —  Bei  den  eigentlichen  Handwerkern ­
  und  mechanischen  Künstlern  (die  nur  einen  Theil  der  in  der  Liste  1
aufgeführten  Personen  ausmachen)  war  die  Zahl  :
1846  1849  1852  1855  1858
Meister  oder  für  eigene  Rechnung ­
  Arbeitende  ....  457,365  535,232  553,107  548,296  545,034
Gehilfen  und  Lehrlinge  .  .  384,783  407,141  447,542  454,088  507,198
Sonach  stärkere  Zunahme  der  Gehilfen-  als  der  Meisterzahl.  *)
*)  Wo  volle  Gewerbsfreiheit  herrscht,  kommt  ein  »Uebersetzen«  einzelner ­
  Gewerbe  weniger  vor,  als  wo  Beschränkungen  bestehen,  wol  wesentlich
wegen  der  Erleichterung  im  Ergreifen  anderer  Beschäftigungen.  Dies  gilt
selbst  bei  denjenigen  Gewerben,  bei  denen  man  es  am  wenigsten  vermuthen
            
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