Full text: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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DEUTSCHLAND. — Bayern T.and und Leute). 
Die Oesammtsumme des Vermögens der Einwanderer in den 25 
Jahren 1835—HO ward zu 2(i’0l3,347 fl. angegeben. Obwol die Zifler 
bez. der Auswanderer unzweifelhaft zu gering ist, ergibt sich doch schon 
darnach eine Einbusse von beinahe 3fl Millionen. 
In der Zahl der Auswanderer sind die heimlich Fortgezogenen 
einbegriffen : 
Jahre 
IS"/., 
IS"/.. 
1S"/m 
1S»%, 
Auswanderer 
1H,9(»5 davon 
20,340 - 
24,055 - 
0,030 
7,1 OS - 
0,500 - 
heimlich 
4,821 
5,321 
5,041 
2,015 
1.070 
2.070 
Jahre 
1S"/S8 
IS«®;, 
IS«%, 
Auswanderer 
5,532 davon 
4,001 - 
0,5SS - 
5,020 - 
2.033 - 
heimlich 
1,202 
1,133 
1,712 
1,100 
485 
In der Pfalz war das Verhältniss am ungünstigsten ; 
Jahre 
lS"/.s 
IS':,, 
IS";. 
IS'V.. 
IS'«;, 
Auswanderer 
7,088 davon 
8,314 - 
S,801 
4,722 - 
2,000 - 
3.400 - 
heimlich 
4,138 
4,203 
4,402 
2,453 
1,712 
2,200 
Jahre 
is'v;, 
lS"/„ 
IS'';. 
18"/., 
18«'/., 
Auswanderer 
1,912 davon 
I,535 - 
2,315 - 
1,578 - 
717 - 
heimlich 
1,005 
1,030 
1,500 
1,077 
434 
Zusammen 44,437 
24,028 
Mehr als die Hälfte bestand sonach aus heimlichen Auswande 
rern, grösstentheils wegen der Reaction (im Anfang der 1850er Jahre) und 
wegen der Conscription. — Da in der nemlichen Zeit nur 2535 Personen 
einwanderten, so ergab sich ein constatirter Verlust von 41,002 Men 
schen. Das impertirte Vermögen betrug 3’103,070, das exportirte, so 
weit ermittelt, 0’032,302 fl. — Hinsichtlich der Pfalz ist noch bes. zu 
berücksichtigen, dass daselbst in den zunächstvorangegangenen 1 fl Jahren 
1835—51 bereits 54,813 Menschen mehr aus- als eingewandert waren, 
wonach sich ein üesammtverlust von Ofl, 7 15 Personen innerhalb 27 Jah 
ren ergibt. Man mag daraus die tiefe Erschütterung der Verhältnisse in 
dem kleinen Gebiete erkennen. Die Zahl der bereits eingereihten Sol 
daten, welche entflohen, ist nicht eingerechnet. Die ungünstigen Nach 
richten aus Amerika hemmten endlich dieses Fortziehen, das unter den 
jungen Männern nur die Krüppel und Schwächlinge zurück zu lassen 
drohte. 
Confession en. Man zählte 1852 neuere Aufnahmen liegen nicht 
vor); Katholiken 3' 1 7fl,333 *) ; Protestanten 1’233,804 (ncmlich : Luthe 
raner 00fl,38fl, Reformirte 2431, Unirte in der Pfalz 325,077), Men- 
noniten und Griechen 5,5fl0, Juden 50,033. Die meisten Lutheraner 
leben in Mittelfranken (408,011) und Oberfranken (280,223), die we 
nigsten Protestanten in Niederbayern (2002) und Oberbayern (1 1,050). 
Yi'và Juden sind am zahlreichsten in Unterfranken (15,834), der Pfalz 
(15,fl0fl) und Schwaben (0305), am wenigsten zahlreich in Niederbayern 
(10). der Oberpfalz (910) und Oberbayern 1218). Die meisten Menno- 
niten sind in der Pfalz (3384) , wo die Bevölkerung confessionell am 
stärksten gemischt ist. 
+) Nach dem Pastoralblatte für die Erzdiözese München vom Dec. 1864 soll 
die Anzahl der Katholiken anfangs 1864 3’270,404 betragen haben. Wir halten 
diese Angabe zu niedrig (siehe unsere Schätzung S. 196).
	        
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