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DEUTSCHLAND. — Bayern íLand und I>eute).
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Städte. Es gibt 8119 Gemeinden. Diese bestehen aus 232 Städten,
417 Märkten, 22,383 Dörfern und Weilern, und 21,584 Einöden und
Mühlen. Die bedeutendsten Städte hatten 1801 (mit Militär) folgende
Einwohnerzahl ;
München
Nürnberg
Augsburg
Würzburg
Regensburg
Bamberg
Ingolstadt
Fürth .
Bayreuth
Passau .
Amberg .
Speyer .
Ansbach .
Landau .
Kaiserslaute
Hof . .
m
Erlangen
148,201 Straubing . . 10,714 ! Edenkoben . . 5,4ol
62,797 Kempten . . 10,370 Kitzingen. . . 5,374
45,389 Germersheim , 9,673 , Weissenburga. T. 5,180
36,119 ! Aschaffenburg . 9,323 | Dillingen . . . 5,144
27,875 i Schweinfurt. . 8,707 Dinkelsbühl . . 5,058
23,542 Zweibrücken . 8,519 I Rothenburg a. T. 5,049
19,398 , Neuburg. . . 8,276 : Lindau . . 4,918
19,125 Neustadt a. H. . 7,611 | Neu-Ulm . . . 4,810
18,044 Eichstädt . . 7,335 Sulzbach . . . 4,499
13,360 Pirmasens . . 7,097 Kaufbeuren . . 4,482
12,942 Freising . . . 7,086 Forchheim . . 4,218
12,810 St. Ingbert . . 6,918 Rosenheim . . 4,140
12,245 . Schwabach . . 6,611 ¡ Burghausen . . 3,472
12,244 Memmingen . 6,603 ; Imdwigshafen . 3,331
12,029 I Nördlingen . . 6,412 ; Donauwörth . . 3,313
12,018 Frankenthal . 6,228 | Reichenhall . . 3,071
10,896 Dürkheim a. II. 5,540 '
In den Gressstädten sowol als in den Festungen sind die obigen
Zahlen wesentlich durch die Militärbevölkerung bedingt. Diese letzte
betrug; in München 23,479, in Würzburg 8638, Augsburg 6929,
Nürnberg4644, Bayreuth 4078, Bamberg 3859, Amberg3843, Regens
burg 3626, Passau 3516. In den Festungen; Ingolstadt 12,092, Ger
mersheim 6317, Landau 6146, Neu-Ulm 34 76.
München hatte 1 780 nur 37,200 Einw., 1818 53,672, 1834 88,905,
1852 106,715. Vereinigung anderer Gemeinden bewirkte das seitherige
ungewöhnliche Steigen. — Die ehemals berühmte Reichsstadt Nürnberg
zählte 1818 nur noch 26,854, und selbst 1 840 erst wieder 44,863 Einw.
Ebenso war Augsburg 1818 auf 29,809 Menschen herabgekommen, und
hatte 1840 erst 36,869.
Gebiettveränderungen. Nachdem in Pol ge Ablebens des Kurfürsten
Max-Joseph III. (20. December 1777) und des Teschener Priedens
(13. Mai 1779) die Rheinpfalz und Bayern vereinigt worden, war der
Bestand des Pfalz-Bayerisch en Kurstants vor der Revolution :
, Q.-M. Einw. Q.-M. Einw.
' Bayern, a. Herzogthum Bayern
■ uff
b. Überpfalz
c. Fürstenthum Neuburg
d. - Sulzbacr
Q.-M.
576
130
52
26
2 Unter- oder Bhcinufalz.
3. Herzogthum JUlien und Berg
Einw.
990,000)
175,000|
92,000
43,000)
784 P300,000
150
130
400,000
400,000
Zusammen 1,064 2’100,000
Zur Rheinpfalz gehörten: Mannheim, Heidelberg und einige Theile
^08 jetzigen Pfalzkreises, — zu Jülich und Berg : Düsseldorf, Elberfeld,
Solingen, Kaiserswerth und Düren. 1801 ward die Volkszahl zu 2’328,294
berechnet. — Durch den Luneviller P'rieden, 1801, verlor Bayern die
Rheinpfalz, Jülich und das ihm 1795 anerfaliene Herzogthum Zwei
brücken (letztes 36 Q.-M. mit 60,000 Plinw.). Es erhielt zur Entchä-
digung (Reichsdeput.-Hauptschluss v. 25. Febr. 1803) : die Bisthümer
Bamberg, Freising und Augsburg, Theile derer von Würzburg und Pas-