Full text: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

15* 
DEUTSCHLAND. — Bayern íLand und I>eute). 
227 
Städte. Es gibt 8119 Gemeinden. Diese bestehen aus 232 Städten, 
417 Märkten, 22,383 Dörfern und Weilern, und 21,584 Einöden und 
Mühlen. Die bedeutendsten Städte hatten 1801 (mit Militär) folgende 
Einwohnerzahl ; 
München 
Nürnberg 
Augsburg 
Würzburg 
Regensburg 
Bamberg 
Ingolstadt 
Fürth . 
Bayreuth 
Passau . 
Amberg . 
Speyer . 
Ansbach . 
Landau . 
Kaiserslaute 
Hof . . 
m 
Erlangen 
148,201 Straubing . . 10,714 ! Edenkoben . . 5,4ol 
62,797 Kempten . . 10,370 Kitzingen. . . 5,374 
45,389 Germersheim , 9,673 , Weissenburga. T. 5,180 
36,119 ! Aschaffenburg . 9,323 | Dillingen . . . 5,144 
27,875 i Schweinfurt. . 8,707 Dinkelsbühl . . 5,058 
23,542 Zweibrücken . 8,519 I Rothenburg a. T. 5,049 
19,398 , Neuburg. . . 8,276 : Lindau . . 4,918 
19,125 Neustadt a. H. . 7,611 | Neu-Ulm . . . 4,810 
18,044 Eichstädt . . 7,335 Sulzbach . . . 4,499 
13,360 Pirmasens . . 7,097 Kaufbeuren . . 4,482 
12,942 Freising . . . 7,086 Forchheim . . 4,218 
12,810 St. Ingbert . . 6,918 Rosenheim . . 4,140 
12,245 . Schwabach . . 6,611 ¡ Burghausen . . 3,472 
12,244 Memmingen . 6,603 ; Imdwigshafen . 3,331 
12,029 I Nördlingen . . 6,412 ; Donauwörth . . 3,313 
12,018 Frankenthal . 6,228 | Reichenhall . . 3,071 
10,896 Dürkheim a. II. 5,540 ' 
In den Gressstädten sowol als in den Festungen sind die obigen 
Zahlen wesentlich durch die Militärbevölkerung bedingt. Diese letzte 
betrug; in München 23,479, in Würzburg 8638, Augsburg 6929, 
Nürnberg4644, Bayreuth 4078, Bamberg 3859, Amberg3843, Regens 
burg 3626, Passau 3516. In den Festungen; Ingolstadt 12,092, Ger 
mersheim 6317, Landau 6146, Neu-Ulm 34 76. 
München hatte 1 780 nur 37,200 Einw., 1818 53,672, 1834 88,905, 
1852 106,715. Vereinigung anderer Gemeinden bewirkte das seitherige 
ungewöhnliche Steigen. — Die ehemals berühmte Reichsstadt Nürnberg 
zählte 1818 nur noch 26,854, und selbst 1 840 erst wieder 44,863 Einw. 
Ebenso war Augsburg 1818 auf 29,809 Menschen herabgekommen, und 
hatte 1840 erst 36,869. 
Gebiettveränderungen. Nachdem in Pol ge Ablebens des Kurfürsten 
Max-Joseph III. (20. December 1777) und des Teschener Priedens 
(13. Mai 1779) die Rheinpfalz und Bayern vereinigt worden, war der 
Bestand des Pfalz-Bayerisch en Kurstants vor der Revolution : 
, Q.-M. Einw. Q.-M. Einw. 
' Bayern, a. Herzogthum Bayern 
■ uff 
b. Überpfalz 
c. Fürstenthum Neuburg 
d. - Sulzbacr 
Q.-M. 
576 
130 
52 
26 
2 Unter- oder Bhcinufalz. 
3. Herzogthum JUlien und Berg 
Einw. 
990,000) 
175,000| 
92,000 
43,000) 
784 P300,000 
150 
130 
400,000 
400,000 
Zusammen 1,064 2’100,000 
Zur Rheinpfalz gehörten: Mannheim, Heidelberg und einige Theile 
^08 jetzigen Pfalzkreises, — zu Jülich und Berg : Düsseldorf, Elberfeld, 
Solingen, Kaiserswerth und Düren. 1801 ward die Volkszahl zu 2’328,294 
berechnet. — Durch den Luneviller P'rieden, 1801, verlor Bayern die 
Rheinpfalz, Jülich und das ihm 1795 anerfaliene Herzogthum Zwei 
brücken (letztes 36 Q.-M. mit 60,000 Plinw.). Es erhielt zur Entchä- 
digung (Reichsdeput.-Hauptschluss v. 25. Febr. 1803) : die Bisthümer 
Bamberg, Freising und Augsburg, Theile derer von Würzburg und Pas-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.