Full text: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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SCHWEDEN. — Sociales. 
wurde in 299 Etablissements betrieben, mit einer Production von 549,339 Cntr., 
worunter 149,271 Cntr. Stahl. Die gesummte Eisenausfuhr betrug 2’351,040 Cntr., 
die Consumtion im Lande ward zu 1’560,325 Cntr. berechnet. — Production 
anderer Metalle; 44,449 Cntr. Garkupfer, 503 Nickel, 3044 Messing, 7251 ver 
arbeitetes Kupfer, 11,252 Blei, 212,500 Zink, 1236 Cobalt, 1200 Siangan, 6668 
Schwefel. — Bei der Minenausbeute waren 22,297 Menschen und 50 Dampfma 
schinen beschäftigt, von den letzten 32 in den Gruben, 4 in den Hochöfen und 
14 in den Hüttenwerken. 
In früherer Zeit bildete das Eisen den wichtigsten Ausfuhrartikel; 1780 
exportirte man für 3—4 Mill. Species Eisen und Stahl ; dann kamen die Fisch- 
waaren mit 600,000, die Holzwaaren mit 400,000, Kupfer mit 300,000 und Mes 
sing mit 200,000 Species. Getreide erzeugte das T.and nicht genug für den eige 
nen Bedarf. Später erlangten die Holzwaaren eine grössere Bedeutung, und 
noch viel später, neml. seit 1850, begann das Getreide mit jenen Exportartikeln 
zu concurriren. Eine auf die 6 Jahre 1853—59 ausgedehnte Erhebung deutet 
eine durchschnittl. Jahresausfuhr von einer Mill. Tonnen (fast 1'650,000 Hecto 
liter) an. 1859 bildeten Holzwaaren den ersten Ausfuhrartikel, Getreide den 
zweiten, Eisen erst den dritten. — Im J. 1860 hob sich die Ausfuhr von Stan 
geneisen auf 2'296,181, und die von Stahl auf 170,321 Cntr. ; aber es stieg auch 
die von unvermahlenem Getreide auf 10’849,506 Cubikfuss. 
Unter den Einfuhrartikeln nennen wir, nach den lüsten von 1860 : Baum 
wolle 19’226,177 Pfd., Baumwollgewebe 852,578, Wolle 2’548'205, Wollgewebe 
870,831, Kaffe 15'155,804, Thee 95,887, Rohzucker 3’671,000, Tabaksblätter 
4’040,647 Pfd., Steinkohlen 11’791,612 Kubikfuss. 
Eine besondere Beachtung verdient die Steinkohleneinfuhr. Im J. 1834 
betrug dieselbe erst 92,060 Tonnen, 1860 dagegen (nachdem der Einfuhrzoll 
abgeschafft war) 1'871,683 Tonnen. Damit ist die Zunahme der Industrie an 
gedeutet. 
Die Zahl der Fabriken und Manufacturen und der Geldwerth ihrer Er 
zeugnisse war : 
1830 1857 
1840 2176 
1850 2513 
1860 2509 
1861 2604 
13’174,705 Thlr. schw. 
21’199,576 - 
37’091,523 - 
69’109,220 - 
74’606,857 - 
1861 waren die bedeutendsten Fabrik 
zweige: 20 mechan. Baumwollspinne 
reien mit 13’345,157 Rthlr. Production, 
11 Zuckerraffinerien mit 12’576,786, 
105 Tuch-etc. Fabriken mit 10’173,294, 
25 Baumwollen- und Linnenfabr. mit 
5’525,842, 101 Tabaksfabr. 5’023,855. 
1859 1860 1861 1862 
74’241,000 82,409,000 100,070,000 «8’2'.0,000 
78’007,000 80,190,000 81’08>,000 80’638,O0O 
Frankr. 
1’845,000 
9'801,000 
Handel. 1852 1856 1857 
Einfuhr 29’Ü49,Ü00 70,.003,000 00^800,000 
Ausfuhr 27’608,000 61’022,000 02’289,000 
Der stärkste Verkehr fand statt mit 
Grosibritanien Lübeck Dänemark Norwegen* 
Einfuhr 19’814,000 26’30l,000 8’201,000 5’784,000 
Ausfuhr 39’519,000 4’310,000 7'739,000 2’253,000 
Hafenverkehr 1862. Beladen eingelaufen 5454 Sch. von 270,538 Lasten (zu 
2 engl. Tonnen, also 40,64 Zollcentn.) ; beladen ausgelaufen 7316 Schiffe von 
557,493 Last. 
Rhederei: 1830 1841 Fahrzeuge von 72,074 Lasten ; dann Steigen, 1859 
3364 Schiffe von 157,456 L., hierauf, unter einzelnen Schwankungen, Rück 
gang, 1862 auf 3108 Fahrzeuge von 148,837 Last. Dabei ist aber die Zahl der 
Dampfschiffe 1862 auf 228 mit 8806 Pferdekr. gestiegen, was diese Verminde 
rung ausgleicht. — Zahl der Seeleute ungef. 13,000. 
Kanäle und kanalisirte Flüsse (ausser den grossen I>andseen) : 55 schwed. 
= 80 deutsche Meil. Die Schifffahrt ist jedoch in der Regel 5 Monate im Jahre 
durch den Frost unterbrochen. Von 1840—60 hat der Staat für Kanalanlagen 
2'778,114, für Kanalisirung von Flüssen 803,347, und für Hafenanlagen 3’106,782 
Rthlr. verwendet. 
Gewöhnliche Kunststrassen (1860) : 2960 schwed. = 4264 deutsche Meilen. 
') Auf dem Landwege betrug die Einf. nur 505,000, die Ausf. 208,000 Th.
	        
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