Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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MEXICO.

—  Die  Maas  se  sind  meistens  die  englischen.  Der  Acre  =  1,5S49  preuss.  Morgen ­
  oder  40,4671  Aren,  die  Hectare  also  2,47  Acres.  640  Acres  sind  eine  amerikanische ­
  Quadratmeile.  Die  amerik.  Längemeile,  1609  Met.  =  0,217  deutsche
Meil.  —  Das  Bushel  =  %  Berliner  Schelf.  —  Der  Centner  wird  zu  112  Pfund
gerechnet.  Das  Pfund  0,454  Kilogr.  Der  Fuss  {foot)  =  30*;  Centimeter  Der
L'íírrf  =  0,914  Meter.

Mexico  (Kaiserthum).

Aufetwa45,000  Q.-M.  lebten  in  den  neunzehn  verbündeten  Staaten,
nach  der  Aufnahme  von  1853  7’661,520,  n»ch  einer  andern  Angabe
Ende  1862  8’629,982  Menschen  (eine  eigentliche  Zählung  hat  indess
nie  stattgefunden).  Den  Nationalitäten  nach  sind  die  Einwohner
entweder  europ.  Abkunft,  Weisse  (getheilt  in  wirkl.  Europäer,  etwa  40,000,
Creolen,  etwa  300,000,  u.  Chapetones,  Mischlinge,  die  sich  für  Weisse
halten,  ungef.  800,000)  oder  Farbige,  Mestizos  (aus  Racen  Vermischung
enstanden)  gegen  1%—2  Mill.,  oder  Indianer,  ungefähr  3%  —4  Mill.,
oder  Neger,  nur  16,000.  Die  Indianer  haben  sich  unterworfen  Indios
ßdeles),  oder  sind  noch  frei  und  ungetauft  [Indios  bravos).  Sonst  trifft
man  fast  nur  Katholiken,  obgleich  andere  Cuiten  gestattet  sind.  Städte:
Mexico  205,000  (270,000)  E.,  Puebla  71,600  (85,000)  Guatalaxara
63,000  (90,000),  Guanaxuato  48,000,  San  Luis  40,000,  Colima  31,800,
Merida  30,000,  Queretaro  29,700,  Zacatecas  25,000,  Morelia  25,000,
O  ajaca  25,000.
Die  Finanzen  sind,  bei  den  fortwährenden  Bürgerkriegen,  in
starker  Zerrüttung.  Schon  1836  hatte  man,  bei  einer  auf  11%  Mill.
Piaster  veranschlagten  Einnahme,  fast  8  Mill.  Deficit.  Die  Geldzahlung
der  Vereinigten  Staaten  für  die  Abtretung  von  Neu-Mexico  und  Obercalifornien
  (siehe  S.  436)  konnte  kaum  momentan  Aushülfe  gewähren.
Das  Budget  für  1856  berechnete  einen  Staatsbedarf  von  13’126,239.
und  dagegen  eine  Einnahme  von  nur  8%  Mill.  Piaster.  Die  Schuld  ward
damals  zu  133%  Mill.  Piaster  angegeben,  wovon  52%  Mill,  äussere
Schuld.  Die  Hälfte  der  Einnahmen  floss  aus  Zöllen  ;  dann  bestanden
Monopole  auf  Tabak,  Salz,  Pulque  (Getränk  der  Indianer)  und  Schiesspulver; ­
  auch  unterhielt  der  Staat  eine  Lotterie.  Die  Zinsen  der  auswärt.
Schuld  wurden  seit  1851  nicht  mehr  bezahlt.  Im  Oct.  1857  schloss  die
Regierung  ein  Lotterieanlehen  mit  amerik.  Bankiers  ab,  rückzahlbar  in
47  Jahren.  Um  die  Finanzverhältnisse  zu  ordnen,  verfügte  Präs.  Juarez
im  Juli  1859  die  Einziehung  der  Kirchengüter,  wodurch  man  wenigstens
40  Mill.  Piaster  zu  erlangen  hoffte.
Doch  die  ganze  Staatseinrichtung  ward  umgestürzt  in  Folge  der
franz.  Intervention.  Die  republik.  Regierungsform  wurde  vernichtet  und
dafür  der  Bruder  des  Kaisers  von  Oesterreich  als  Maximilian  I.  auf  den
wiederhergestellten  Kaiserthron  erhoben  (1864).  Zur  Regelung  der  Finanzen ­
  schloss  dieser  (März  1864)  ein  6%  Anlehen  von  8  Mill.  £  oder
201,6  Mill.  Fres,  im  Curse  von  63  mit  dem  Londoner  Hause  Glyn,
Mills  &  Comp.  ab.  —  Nach  einem  Vertrage  vom  10.  April  1864  mit
Frankreich  erhielt  dieses  weitere  105  Mill.  Fres,  des  nemlichen  Anlehens
            
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