HATH und ST. DOMINGO.
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Prince, 21,000); hier herrschen die Schwarzen und hier bestand bis
zum Jan. 1859 das Carricaturkaiserthum Soulouques. Auf St. Domingo
(im Osten, vormals spanisch) kommen 800 Quadr.-Meil., aber nur etwa
200 000 Bew unter dem Vorherrschen der Weissen, mit afrikanischer
Beimischung. — Der Staatsbedarf Hayti’s war 1846—49 durchschnittlich
5*421,000, das Einkommen 4*629,800 Fres., wovon Ertrag der
Zölle 4*219,000. Im J. 1862 sollen die Einkünfte 1*157,682, die Ausgaben
nur 1*326,160 Piaster betragen haben. — Hayti sollte (laut Vertrag
von 1825) an Frankreich 150 Mill. Entschädigung bezahlen. Obwol
aber diese Summe 1838 auf 60 Mill, herabgesetzt wurde, war der
Staat doch ausser Stand, seine Verbindlichkeit zu erfüllen. Die Zahlungsfrist
ward bis 1872 verschoben, nachdem ursprüngl. 1,9 Mill. Fres,
abgetragen, dagegen aber 1825 ein Anlehen von 12,7 Mill, aufgenommen
worden war. Hiezu kommt eine 5proc. innere Schuld von 35,500
Gourdes. Endlich ist das Land mit 13% Mill. Gourd. Papiergeld überschwemmt.
Dies ergibt zus. etwa 105 Mül französ.
Theil der Insel machte sich 1791 , der spanische 179o an Frankreich
abgetreten) später unabhängig. Nach mancherlei V andlungen -
Vereinigung und Wiedertrennung beider T heile — brachten es die Spanier
zu einer scheinbar freiwilligen Unterwerfung St. Domingo s unter
ihre Herrschaft. Die Bevölkerung erhob sich aber mit solchem Nachdruck
und solcher Ausdauer dagegen, dass sich Spanien endlich 1865
zum Aufgeben seiner Herrschaftsansprüche entschliessen^te -^f
Hayti hat man die Armee, früher 30,000 M., im Dec. I860 auf 16,000
vermindert und dadurch Mittel für Erziehungszwecke gewonnen. Es erhalten
13,000 Kinder unentgeltl. Unterricht in loO öffentl. Schulen.
Der Werth der Ausfuhr ward 1855 auf 25 Mül. l*rcs. angeschlagen.
1789 betrug derselbe 205, 1801 65, 1821 22%, 1829 nur noch 4 Mül.
Die Einfuhr Hayti*s ward übrigens 1862 zu I 0/» , die Ausfuhr zu
11*/ Mül preuss. Th Ir. berechnet. Davon kamen in Mül. ihlr. auf
* Nordamerika . . . 5,2 Mül. Einfuhr, 2,0 Mül. Ausfuhr
England und Colonien 2,7 - - "
Frankreich .... 1*3 " " o*^ "
lleutschland . . . - - 3,4 - .
Münze: Gourdes, Dollars oder snan. Piaster. — MaasM u. (ieioxchte: die
alten französischen, jedoch für Flüssigkeiten das englische Wcin-Gallon.
Die übrigen Erdtheile.
Die Colonien, welche verschiedene europäische Mächte in den
andern Erdtheüen besitzen, haben wir stets bei den betr. Staaten erwähnt.
Von einer Statistik der übrigen Länder in den drei Erdtheilen
Asien, Afrika und Australien kann keine Hede sein. Bei der
hohen Wichtigkeit mehrer dieser Länder wollen wir es gleichwol
versuchen, wenigstens einige Notizen, die freilich in den meisten
Fällen kaum mehr als Schätzungen oder Andeutungen sind, zusammen
zu stellen.