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VI. Capitel
Einfluss (1er Valuta auf den Wechselcours.
Da namentlich in neuerer Zeit auf keinem anderen (Gebiete
der Handelmwissenschaften grössere Trrtlnimer und folgen-
scl.werere Begriffsverweelislungen begangen werden als auf dem
I er Theorie der AVeehseleourse, so wird es nicht überflüssig sein
diese Theorie, so treffend sie auch kürzlich von mehreren
Autoritäten, insbesondere von (löschen, Soetbeer, Nasse und
Bamberger erläutert worden ist, hier nochmals in ihren (frund-
zügen zu beleuchten, um dann von den gewonnenen Resultaten
auf die Beeinflussung dieses hochwichtigen Factors der inter
nationalen Hamlelsheziehungen durch die Valutaverhältnisse
überzugehen.
(Gleichwie im Binnenhandel nur ein geringer Theil d
Handelsgeschäfte durch Vennittlung des (Feldes bewei
_ igt ^iid, so gilt dies auch für den international
Verkehr. Es hängt von der Entwicklung des Oeditsystei
der handeltreibenden Nationen ab, ob sie ihre Zahlungsverbir
iichkeiten mehr oder minder vollständig ohne das Dazwische
reten von (lold- und Silbersendungen ausgleichen könnf
^wischen dem Handelsverkehre, der mit ganz rohen, all
redites entbehrenden Völkerschaften getrieben wird in
>ei denen daher jeder Güteraustausch eine materielle iinmitb
are Zahlung in (?eld oder in einer anderen Waare erforde
und zwischen dem Verkehre, wie er sich etwa zwisch
England und Holland gestaltet, wo kaum jemals ein (ieschs