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lind kann ihm keineswegs höheren Ertrag bringen, als eine im Umfange
des Circiilationsbedürfnisses etwa aufgelegte verzinsliche
Anleihe. Von diesen 10 Percent des jährlichen Volkseinkommens
kann also im günstigsten Falle der Staat durch eine Zettelemission
Zinsen ersparen. Bei Zugrundelegung eines 5percentigen
Zinsfusses würde dies eine Ers^iarniss von V2 Percent
des Volkseinkommens repräsentiren. Man mag nun die Nachtheile
der Valutazerrüttung nach welcher Richtung immer
ins Auge fassen, so wird mau finden, dass der durchschnittliche
durch sie hervorgerufene Verlust weitaus grösser sein
muss, als dieses V2 Percent. Man rechne die Verluste aus der
Störung der Production, aus der Verschiebung der Capitalsbewegung
und aus den Wechselcoursen zusammen und man
wird alsbald erkennen, dass es thöricht wäre zu glauben,
das Volkseinkommen werde durch all’ diese schädlichen Einflüsse
zusammengenommen hlos um den V200 Th eil vermindert.
Jede darüber hinausgeliende Verminderung aber ist bereits
ein directer Verlust für die (fesammtheit, den Staat mit eingerechnet,
und es ist schwerlich ühertriehen, wenn mau annimmt,
dass dieser Verlust im Durchschnitte der Jalire zum
mindesten das Drei- und Vierfache dessen beträgt, was der
Staat durch seine Zinsenersparnisse gewinnen kann.
Es wird aber seit der Epoche der grossen stehenden
Heere in ganz Europa und insbesondere in jenen capitalsärmeren
Ländern, die ja gerade diejenigen sind, wo die Valutazerrüttung
herrscht, systematisch ein finanzieller Raubbau
betrieben, der den Zusammenhang zwischen dem (tedeihen der
Volksvfirthschaftund dem Gedeihen der Staatsfinanzen vollständig
ignorirt, und man wird — nebenbei bemerkt — nicht irre gehen,
wenn man annimmt, dass die Armuth dieser Länder zum grossen
Theile in diesem uinGrthschaftliehen Aussaugungssysteme ihren
Grund hat. Man begreift leider nur selten, dass es die Henne
tödten heisst, welche die goldenen Eier legt, wenn man die Staatseinkünfte
auf der gleichen Höhe erhalten, oder vermehren will,
ohne gleichzeitig für eine Erhaltung oder entsprechende Vermehrung
des Volkseinkommens zu sorgen. Angesichts dieser
Begritfsverwirrnng kann es wenig frommen, wenn man beweist,
dass der Gewinn des Staates aus der Valutaversehlechterung
nur durch vielfach grössere Verluste am nationalen Wohl-