Full text : Währung und Handel

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Der  Staat  wird  also  durch  die  örtliche  und  zeitliche
Verschiebung  der  Einkommens  Verhältnisse  in  gleicher  Weise
benachtheiligt.  Er  wird  zwar  sowohl  diejenigen  seiner  Bürger,
die  bei  der  Einkommensverschiebung  zu  kurz  gekommen  sind,
als  auch  die  Gesammtheit  der  Bürger  in  den  Zeiten  nomineller
Einkommensverringerung  ungebührlich  bedrücken,  dadurch
aber  niemals  die  Verluste  voll  hereinbringen,  die  ihm  aus
der  von  ihm  nicht  beabsichtigten  stetigen  Entlastung  der
durch  die  Vermögensverschiebung  begünstigten  Bürger  und
der  zeitweiligen  der  Gesammtheit  in  Zeiten  nomineller  Einkommenssteigerung ­
  erwachsen.
Die  Ausgaben  des  Staates  aber  bleiben  im  grossen
Ganzen  trotz  der  Schwankungen  des  Geldwerthes  essentiell
die  nämlichen,  ja,  wie  schon  die  im  4.  C  apitel  nachgewiesene
Preisbewegung  für  Oesterreich  schliessen  lässt,  pflegen  sie
sogar  unter  dem  Einflüsse  dieser  Schwankungen  zu  .steigen.
Da  Lebensmittel  und  Lohne  durch  die  Zettelwirthschaft
allgemach  zur  ungebührlichen  Höhe  emporgeschraubt  wurden,
müssen  nothwendigerweise  in  demselben  Grade  auch  die
Staatsausgaben  sich  unter  dem  Einflüsse  der  herrschenden
Theuerung  gesteigert  haben.
Vergleicht  man  das  Wachsthum  des  Staatsaufwandes  in
den  westeuropäischen  Staaten  mit  dem  Oesterreichs  und
Russlands,  so  muss  die  ganz  nnverbältnissmässige  Anschwellung ­
  der  Budgets  in  den  beiden  letzteren  Papiergeldländern
in  Erstaunen  setzen.  Nach  Czörnig’s  Angaben  in  dessen  1858
erschienenem  Buche  „(  )esterreichs  Neugestaltung“  betrugen  die
Ausgaben  der  fünf  grossen  europäischen  Staaten  im  .Jahre
1841)  die  folgenden  Summen:

In  Grossbritannien  und  Irland
„  Erankreich
„  Preiissen
„  Russland
Oesterreich  (inch  Ungarn)  .  .
Zusammen

508.7  Mill.  Gulden,
544.2  „  n
120.g  „  n
440.g  „  n
^41.J  M  M
lfl28.4  Mili.  Gulden.

Nach  den  Budgets  des  ,1  ah  res  1875  stiegen  die  Ausgaben ­
  ;
            
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