In Grossbr. u. Irland auf rund 730 M. G., d. i. um 28.4 1 erc.,
Frankreich
Preussen
Russland
Oesterreich-Ungarn
arn „ „ 632.2 „ „ M « » 161.3 „
Zusammen 3714.7 M. G., d. i. um 02.o Perc.
Selbst die Militärstaaten par excellence, Preussen und
Frankreich, letzteres trotz des unermesslichen Aufwandes, den
der jüngste Krieg verursacht *), bleiben also, was die Anschwellung
des Budgets anlangt, weit hinter Oesterreich und Russland
zurück. Die Ausgabenvermehrung betrug hier nahezu
zweimal so viel als in den beiden anderen continentalen Grossstaaten
und fünfeinhalbmal so viel als in Grossbritannien.
Und dies ist nur zu gut durch die ValutaverhUltnisse zu erklären.
Denn von den iStaatsausgaben besteht nur ein sehr
geringer Theil aus solchen, die von der Veränderung des
Geldwerthes direct unabhängig sind. Strenge genommen gehört
hiezu hlos der Zinsenaufwand für Staatsschulden, deren
Interessen in Papiergeld zu bezahlen sind. Ein zweiter Theil
(1er Staatsausgaben richtet sich unmittelbar nach jeder
Schwankung des Geldwerthes. Dazu gehören die in Silber zu
bezahlenden Interessen der Staatsschuld und alle Einkäute des
Staates auf offenem Markte, wozu die Naturalvcrpflegung des
Militärs, die Ausrüstung der Landarmee und Flotte, die Einkäufe
und Investitionen der Tabakregie, der Montanverwaltung,
des Post- und Telegraphenwesens und schliesslich alle
Bauten^ zu rechnen sind. Eine dritte Kategorie bilden jene
Ausgaben, die den Schwankungen des Geldweithes nicht
augenblicklich, aber doch im Laufe der Zeit ganz unfehlbar
nachfolgen. Es sind dies hauptsächlich alle vom Staate bezahlten
Gehalte.
Dass die in Papiergeld tixirten Zinsen der Staatsschuld
durch die Schwankungen des Geldwerthes unmittelbar nicht
beeinflusst werden, ist selbstverständlieh. Uebersehen darf
jedoch auch hier nieht werden, dass dies blos für die Zinsen
der alten Anlehen gilt, während in dem Momente, wo ein
*) Die Steigerung der Ausgaben bis 1870 batte ungcaclitet der schlimmen
Finanzwirtlischaft unter dem Kaiserreiche blos üB., Percent betragen.