Full text : Währung und Handel

yon  der  Dopiiel-  odor  AItcrnativwiilii-ung  keine  Rede  sein
•lese,  das  wird  von  ihren  Verteclitern  liehanptet,  ist  dann
'hirchtülirliar,  wenn  an  ihrer  Rerstelinng  ein  kosmonolitiaehcr
  Jliinzhnnd  Rcsehlossen  wird,  ln  (lesterreieh  hat  man
also  mir  die  Wahl,  entweder  mit  der  Vahitaherstelinng  iiherhanpt
  an  warten,  hi.s  ein  solelier  Jliinahnnd  an  Stande  kommt
oder  aller  sich  für  eines  der  einlieitlichen  Währungssysteme  an
entyeheiden.  Stünde  die  Werthreiation  awisclie'n  Gold  nhd
Silher  im  Angenblieke  anfiillig  auf  löV,  an  1,  oder  doch
annähernd  auf  dieser  Stufe,  so  wäre  es  allerdings  noch  immer
horicht,  ,m  Vertrauen  auf  die  Beständigkeit  einer  derartigen
Relation  dem  lateini-sclien  JJausse-  nnd  Baisseconsortium  für
Rilelmetali  heianiretaTTher  dieser  Beitíítt  ^ie'ilien'TÄt
nnmogltcli  hei  einer  Werthreiation,  die  awisclien  17  und
’  schwankt,  und  die  im  Angenhlicke,  wo  man  den
\\  ahrungawecli.sel  durchführen  will,  vielleicht  auf  25  au  1  stehen
wird.  ^  Man  kann  es  angesichts  der  argen  Begrifftverwirriing
die  hier  au  Lande,  genährt  durch  die  nalieau  il  Decennien
lange  Zettelwirthscliaft,  in  den  Jlünafragen  herrscht,  vielleicht  als
eine  hesondere  Gunst  des  Schicksals  betrachten,  dass  dem  so
ist  und  dass  damit  ein  unübersteigliches  Hinderniss  etwaigen
Idiilantropiselien  Gelüsten;  au  Gunsten  alter  Völker  des  Erdballs
die  Edelmetallpreise  gegen  alle  Schwankungen  au  assecuriren
eiitgegemstelit.  Benn  so  viel  Einsicht  wird  man  hier  für  alle
falle  besitaen,  um  au  begreifen,  dass  die  Priigestätten  für
»lold  1111(1  Silber  aiigleich  nicht  geüfiiiet  werden  dürfen  wenn
nmn  von  vornherein  gesonnen  ist,  für  jedes  neu  ausgeprägte
.  i  berstuck  um  15—2ii  Percent  mehr  Gold  au  geben,  als  es
au  dem  Weltmärkte  Werth  ist.  Man  könnte  also  schlimmsten
falls  die  Doppelwäliriing  im  „Principe“  annehmen,  dabei  aber
aeüscli  nur  Munaeii  in  Einem  Metalle  ausprügen,  und  das
Ware  fur’s  erste  die  factische  Durchführung  einer  einheitlichen
üliriing,  hei  der  die  Verhältnisse  schon  von  selbst  dafür
sorgen  würden,  dass  sie  auch  in  Zukunft  niemals  anr  Doppel-Wahrung
  würde.  Sollte  also  in  Oesterreich  auch  die  Geneigtheit
lesteheii,  aut  die  lateinische  Lcim.s|üiidel  der  Doppelwährung
yufaiisitaen,  so  hat  man  sieh  damit  praktisch  nicht  weiter  au
beschäftigen,  sondern  lediglich  die  Frage  zwischen  Silber  nnd
’7ol(l  nntprsiiolipii.
            
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