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dung unvermeidlich verknüpften Transport- und Versicherungs
kosten entgegen ; wenn man dieselben blos mit V4 Percent
berechnen wollte, so müsste schon dies 44V4 deutsche Pfen
nige für je 100 fl. ö. W. ansmachen und diese 44 V4 Pfennige
würden den Verlust des deutschen Schuldners repräsentiren,
wenn er, um sich seiner Verpflichtungen zu entledigen, (xold
senden müsste. Es ist klar, dass bei diesen Verlusten seines
Schuldners auch der österreichische Exporteur nichts gewinnt,
da ja dieser Betrag in eftectiven Spesen aufgeht. Er kann
aber auch keinen Schaden daraus erleiden, denn der deutsche
Importeur muss, wenn die Zahlungsbilanz Deutschlands un
günstig ist, ganz denselben Verlust erleiden, er mag seine
Waaren von wo immer beziehen, da ixold ohne Kosten ebenso
wenig nach Frankreich oder England als nach Oesterreich zu
transport!reu ist. Wäre es möglich, auch diese Kosten durch
irgend welche Vervollkommnung zu vei’meiden, so müsste
Jedermann einleuchten, dass jenes l^and, welches im Besitze
einer solchen Vervollkommnung des Verkehrs wäre, auf den
deutschen Märkten allen andern Í'Oncurrenten gegenüber, die
nicht im Besitze dieser Erleichterung sind, mit 44Pfennigen
bei jeder Factura über 100 fl. im Vortheil wäre, denn es
könnte um diesen Betrag in Deutschland mehr fordern als die
Exporteure der anderen Länder, und die deutsche Kundschaft
hätte doch nicht mehr zu zahlen, da die Ersparniss an Trans
portkosten dieser Erhöhung des Kaufpreises die Wage halten
würde, in ganz ähnlicher Weise wie die Transportkosten wirkt
aber der Schlagschatz. \\ enn in < Oesterreich auch zukünftig wie
bislang an den Münzen 1 Percent für die Prägung gezahlt
werden müsste, so bekäme man in Wahrheit für das Pfund Feingold
nicht 787 V2> sondern blos rund 770'03 fl. und nach Abzug der
Transportkosten vollends blos 777 67 fl. Der deutsche Schuldner
müsste bei je 1(K) fl., die er nach Oesterreich zu senden hat,
2 Mark 40 Pfennige verlieren, d. i. um 177 14 Pfennige mehr,
als durch die Transj)ortko8ten allein bedingt wäre. Und dieser
Verlust ist allerdings zu vermeiden. Er ist thatsächlich bei
allen Zahlungen nach Frankreich, England, Amerika, wenn
auch nicht vollständig, so doch zum Th eil nicht vorhanden,
denn alle diese Staaten verlangen an ihren Münzstätten eine
geringere Prägegebühr, nämlich England (wenn auch nicht