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Das Clearinghouse.
Uiiparteiliclikeit, weitere Leistungen für die einzelne Ver
waltung nicht übernehmen, und es fragt sich also
einzelnen Fall, ob jene Arbeit eine Arbeitskraft ausfüllt*
Wohl hieraus erklärt es sich, dass auf manchen unbedeutenden
Stationen Englands keine besondere Beamte des Clearing
house, vielmehr solche der betreffenden Verwaltungen selbst
fungiren
üebertra.L'ung
der englischen
Einrichtung auf
Deutschland.
h ür ein so grosses Gebiet wie der deutsche Eisenbahn-
verein wüide die englische Einrichtung schwer durchführbar
sein, schon weil die wöchentliche Einsendung der Bapporto
an die Centralstelle, wegen der bedeutenden EntfernungoD
und dei giessen Zahl Uebergangs- und Binnenstationen, kaum
anginge. Auch in einem kleineren Kreise, dem deutschen
Keich oder dem Tarifverbande, hätte der Umstand Be
deutung, dass die insulare Abgeschlossenheit fehlt; aber
der englische Grundgedanke würde sich doch mutatis mu
tandis übertragen lassen — besonders wenn eine Centralab-
lechnungsstelle für die Verkehrseinnahmen geschaffen >vird,
im Anschluss hieran.
Eirm \^^^mchung der Kos^^ d^
mit den Kosten der Wagenabrechnung in Deutschland erlaubt
keinen zutreffenden Schluss auf die, durch Centralisation
erzielenden Ersparnisse, weil eben die Abrechnung in England
an sich, durch die so verschiedenen Miethssätze u. s.
sehr complicirt und viel schwieriger als in Deutschlaud
wird. —
Traffic ^och wichtiger als das mileage department sind die trafß^
departments, departments - merchandise und coaching - in welcben,
dies hier einziiflechten, seit Einrichtung des Clearinghouse
bis Ende 1874, bereits 216 Millionen Pfd St über 4 Milliarfe"
ebgereclmet waren. Die Abrechnung erfolgt nionathoh
auf Grund von Rapporten der Stationen, welche in der Regel
direct, bei einigen Bahnen durch Vermittelung der Verkehts-
controlle, audit offices, au das Clearinghouse gesendet werde»-
Für parcels, Pferde, Hunde und Fahrzeuge wird detiniti’'