188
Das Clearinghouse.
Kosten der
Abrechnung in
England und
Dcutscliland.
Folgerungen.
Mark tl. h, über das Doppelte der Leistung
chandis e department des Clearinghouse.
Die Gehälter für das Gros der Beamten im Clearinghouse
sind im Durchschnitt eher niedriger als die der entsprechen'
den Beamten in Deutschland ; sie steigen abgesehen von den
Büreauvorstehern etwa bis 120 Pfd Sterl. %= 2400 Mark.
Die Kosten der beiden traffic departments^ einschliesslich des
ratirlichen Antheils an den Generalkosten besonders auch den
Kosten des expenditure departement's ^ betrugen im zweiten
Halbjahr 1874: 61052 Pfd. Sterl, was, da der abgerechnete
Gesammtbetrag sich auf rund 8100000 Pfd. Sterl. stellte,
ziemlich genau 0,75 Procent des letzteren ausmacht, kth
den Hannover-Bayerischeii-Oesterreichischen und den Hanno
ver-Thüringischen Verband zusammen stellen sich die Kosten
des Abrechnungsbüreaus auf circa 0,61 Procent, im mittel
deutschen Verband sogar nur auf 0,42 Procent des abge-
Rechneten Betrags, und zwar sind darin noch mitenthalten die
Besoldung des Verbandssecretärs sowie sonstige aus der Ge
schäftsführung des \erbandes entstehende Kosten. Allerdings
wird im Clearinghouse auch schon die Schlusssaldirung vorgß'
nommen, welche in Deutschland erst noch besonders durch die
Generalsaldirungsstelle erfolgt, aber die Kosten der letzteren
sind ausserordentlich gering. Im Jahre 1873 wurden in
Summa 40,896,031 Thlr. saldirt und die Kosten betrugen
2165 Ihlr. d. h ungefähr Procent. Rechnet man
die einzelne Verwaltung die Kosten der Formulare hinzu,
so stellt sich der Procentsatz doch noch nicht auf b'i50
Procent der saldirten Summe.
Die angeführten Ziffern zeigen einerseits, dass die Kosten
der eigentlichen Abrechnung überall nichteinen
so erheblichen Procentsatz der ab ge rechneten
Beträge aus machen, als wohl angenommen zu werden
pflegt, sowie ferner, dass der in den deutschen Specialbereck'
nungsbüreaus ausgeführte Theil der Abrechnungsarbeit nih'
einem viel geringeren Personal- und Geldaufwand erledig^'