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Gepäcktarife.
Parceltarife.
finanziell wichtiger; sie beträgt auf den deutschen
nen in der Hegel 3 — 4 % der ganzen Einnahme
dem Personenverkehr, in Preussen 1873: 1983000
Gepäckräume in den Personenwagen, welche über^li^^
Kosten verursachen und den Raum für die Personen*
coupés schmälern, würden voraussichtlich von dem den^
sehen Publikum wenig benutzt werden, weil diese^’
seinem ganzen Character nach, mehr Gewicht auf
grössere Sicherheit bei Aufgabe zur Expedirung,
würde, zumal wenn die letztere in der Regel frachl^^®'
erfolgte. Der Umstand, dass in Deutschland die
touren durchnittlich länger sind, könnte gleichfalls
in dieser Richtung wirken. Endlich wäre auch mindeste^’^
fraglich, ob nach diesseitigem Recht die Eisenbahö^’’
nicht dem Passagier gegenüer zur Verwiegung verpfli^b^^
sind, und andernfalls das in den Gepäckschein nach AnS"
desselben aufgenommene Gewicht gegen sich gelten
lasse”
-
müssten; in diesem Falle könnten sie nicht einmal die
Wiegung ersparen.
Fällt der Hauptzweck der Gepäckräume in den
lisch en Wagen, nämlich die Mitnahme unexpedirten Gep^^b
zu erleichtern, in Deutschland weg, dann wird der ß”
längere Vortheil für expedirles Gepäck, den sie, besonJß^
heim Wagendurchgang auf Seitenrouten, für das nach
Endstation oder einer Zwischenstation mit längerem Anf®^^
halt, expedirte Gepäck bieten, kaum gross genug erschein®”’
um die allgemeinere Einführung zu rechtfertigen. Nach §'
des deutschen Bahnpolizeireglements muss in allen Passagi^j
Zügen zunächst dem Tender der Locomotive ein
als
Hauptgepäckwagen benutzbarer — Wagen ohne
sagiere laufen. — ^
Wie die englischen Bahnen fast in jeder Beziob^'”*^
zwischen dem mit Personen- und dem mit Güterzügeü b”
förderten Verkehr unterschieden, so auch in Bezug auf
Tarifirung der Güter. Ausdrücklich ausgeschlossen von