Full text : Die Social-Demokratie

Arbeitsertrag.

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«nés  und  Eurer  Tochter,  sie  ist  sein  eigen,  denn  Ihr  ver-,,
  kauft  sie  ihm  für  den  Lohn;  thut  Ihr  das  nicht,  nun,  dann
"Müßt  Ihr  verhungern,  denn  nichts  ist  sonst  Euer  eigen.
„Da  sitzt  Ihr  in  der  ärmlichen  Hütte  beim  trockenen  Brode
„und  blickt  neidisch  auf  den  prunkenden  Edelsitz  hin.  Sorget,
„daß  Euer  Herr  nicht  merkt,  daß  der  Knecht  nicht
„Knecht  sein  will;  denn  auch  die  Hütte  ist  sein  eigen,
„und  es  bedarf  nur  eines  Winkes,  und  mit  Weib  und
„Kind  steht  Ihr  hungernd,  frierend  und  obdachlos  auf  der
Bandstraße!
„Es  sauset  die  Maschine,  es  klappert  der  Webstuhl;
„Tausende  von  Spindeln  drehen  sich  summend,  Faden  reiht
„sich  an  Faden;  unter  Eurer  Hand,  Männer  der  Arbeit,
„entstehen  prachtvolle  Teppiche,  glänzende  Gewänder.  Vom
„frühen  Morgen  bis  zum  späten  Abend  dauert  rastlos  der
„Gang  der  Maschinen,  rastlos  Eure  Arbeit;  doch  Ihr  er-"Müdet
  nicht,  Ihr  Spinner  und  Weber,  und  Euer  Knnst-"fleiß,
  Eure  Sorgfalt,  Euer  Mühen  trägt  Frucht;  nnzäh-"lige
  treffliche,  warme  und  kleidsame  Gewebe  zeugen  davon.
„Doch  sind  sie  Euer,  die  Ihr  sie  geschaffen?
„O  nein,  Ihr  geht  in  Lumpen  mit  Weib  und  Kind,
"Ihr  Fleißigen,  Geschickten;  Eurer  dumpfen  Behausung
"bleibt  das  Werk  Eurer  Hände  fern.  Der  prächtige  Tep-"Pich,
  den  Eure  Hand  geschaffen,  er  ziert  des  Fabrikherrn
"Haus;  in  Sammet  und  Seide  stolzirt  die  gnädige  Frau
„oder  die  Maitresse  daher.  Und  vermesset  Ihr  Euch,  das  zu
"Meistern,  dann  öffnet  sich  Euch  das  Thor  der  düstern  Fa-"brik
  und  Euch,  Arbeitslose,  erwartet  draußen  die  freie  Na-..tur,
  doch  nicht  minder  der  Hunger.
„Von  der  Wiege  bis  zum  Grabe,  ruhlos  schaffst  Du,
„Arbeitervolk;  Du  häufest  Nahrung,  Du  häufest  Schätze  an
»und  machest  die  Welt  zum  großen  Bienenkörbe.  Wie  fleißig
            
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