Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

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u3= E( 2 (X 3 
== y” = 2) .s K Ee K 
(X) ı Pd 2 Pd, 
da man sich H, und H, als gegenseitig unabhängig denken kann: 
ünd somit ist 
u? = K,pq (1 + R)- 
In diesem Ausdruck sind p und q unbekannt; aber berück- 
sichtigt man, daß das Quadrat des mittleren Fehlers im Verteilungs- 
zesetz für die bei den K, ersten Versuchen gefundene relative 
Häufigkeit (p;) 
P9 _ _ DıQL_ 
K,; K, 
ist (vgl. $ 156), so wird 
u? =— K; (K; + K,) Ku * 
Beispiel: Im Jahre 1915 wurden in Dänemark 70192 Kinder lebend ge- 
boren, davon waren 35 982 Knaben; wie viele der im Laufe der fünf Jahre 1916 —20 
in Dänemark lebendgeborenen 361322 Kinder können hiernach als Knaben ge- 
rechnet werden ? 
Die Sexualproportion (die Wahrscheinlichkeit für eine Knabengeburt) wird 
nach Erfahrungen aus dem Jahre 1915 
35 982 
70192 = 0,5126. 
Man kann dann damit rechnen, daß von den in der Periode 1916—20 Ge- 
Jorenen 
331322 pp, — 185 221 
Knaben sein werden. 
Der mittlere Fehler is) 
vo pıd 
367 322 . (361322 + 70 192) + EL, 
d. h. u — 745, so daß die Wahrscheinlichkeit dafür, daß die wirkliche Anzahl bei- 
3pielsweise innerhalb der Grenzen 
185221 — 3 u = 182 986 
185221 + 3 u = 187456 
fällt, gemäß der Tabelle 22 gleich 0,9973 wird. Tatsächlich war die Zahl 185299. 
Aufgabe 54. Einem Beutel mit N Kugeln, von denen einige weiß, andere 
rot sind, entnehme man eine Handvoll von n (n < N) Kugeln; es wird sich da- 
vei ergeben, daß p,.n weiß sind. Berechne, wieviele der übrigen Kugeln und 
3ämtlicher N Kugeln hiernach als weiß anzunehmen sind, und gib an, mit welcher 
Sicherheit sich diese Berechnung vornehmen läßt. 
173. Die im $ 172 betrachtete Aufgabe ist nur ein spezieller 
Fall der folgenden Aufgabe, bei deren Lösung wir die Summe 
Westergaard und Nybolle, Theorie der Statistik, 2. Autl. *
	        
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