Full text: Die Social-Demokratie

Revolntionslieder. 
163 
„Wir haben lang genug geharrt, 
„Man hat uns lang genug genarrt, 
«Jetzt greisen wir zu unsrem Recht, 
„Jetzt stellen wir uns zum Gefecht 
„Es wirbelt dumpf das Ausgebot, 
„Es flattert Koch die Fahne roth: 
Arbeitend leben, oder kämpfend den Tod! 
Die „Arbeitermarseillaise", welche die Locial-Demokraten 
am Schltlß ihrer „Volksversammlungen" anzustimmen pflegen, 
beginnt (S. 46) mit den Worten: 
„Wohlan, wer Recht und Freiheit achtet, 
„Zu uns'rer Fahne steht zu Haus, 
„Wenn auch die Lüg' uns noch umnachtet, 
Bald steigt der Morgen hell heraus! 
„Ein schwerer Kampf ift's, den wir wagen, 
„Zahllos ist uns rer Feinde Schaar, 
„Doch ob wie Flammen die Gefahr 
„Mög' über uns zusammenschlagen, 
Die neue Rebellion 
„Die ganze Rebellion, 
„Marsch, marsch! 
„Marsch, marsch! 
„Marsch, wär's zum Tod 
„Denn uns're Fahn' ist roth! 
Endlich verdient auch noch eine Travestie des Liedes 
..Ein' feste Burg ist unser Gott" mitgetheilt zu werden, 
welche unter der Ueberschrist: „Der Menschheit Kriegs- 
Gesang" folgende zwei Strophen enthält: 
„Heil unS! Der Zunder ist gehäuft — 
„Der Weltbrand loht zum Himmel! 
„Das Schlachtschwert saust! Die Kugel pfeift! 
„Rings wildeS Kampfgetümmel! 
„Einstürzt der Knechtschaft Kartenhaus! 
„Zum Licht durch Wetters Sturm und Graus!
	        
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