Teutscher Reichstag.
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wirkungslos gemacht wurde, und wer weiß was für Hintergedanken
hinter diesem Appell an die deutschen Arbeiter gestanden
haben. Darum zerreißt der deutsche Siegesjubel ihr
das Herz lmb macht ihren Mund ron Gist und Galle überfließen.
Wir haben bis dahin das Verhalten der Social-Temokratie
zu den Vorgängen geprüft, welche die Wiedergeburt
des Deutschen Reichs herbeigeführt haben. Es ist selbstverständlich,
daß das Werk, das fie geschaffen, und besten
hervorragende Vertreter keine rücksichtsvollere Behandlung
erwarten können. Bebel beschuldigt das Reich, sich eine
Reichövcrfassung gegeben zu haben, „wie sie reaktionärer gar
„nicht gedacht werden kann" (1871, 92.) Ueber den Reichstag,
der ihm nur als eine „Jasagemaschine" gilt, ist der
„Volksstaat" voller Hohn. Eine Zeitungsnotiz über Bismarck's
Hund veranlaßt ihn zu folgender Schmähung:
„Die Herren Nationalliberalen könnten ja den genialen
„Hund des genialen Bismarck zum Ehrenmitglied des Neichs-„tags
ernennen, denn „Hunde find wir ja doch, sagte der
„Affenpinscher Bamberger — und auf einen mehr oder
„weniger kommt's nicht an. Oder, was vielleicht noch bester
„wäre, sie könnten den mit so „hoher Intelligenz beseelten
„Vierfüßler von dein Vicepapst Schulte heilig sprechen, chm
„in dem Reichstagsgebäude eine Kapelle errichten lasten, und
„jedesmal, ehe sie in die Sitzung gehen, ihre Andacht vor
„dem neuen Heiligen verrichten, damit er ihnen seinen hün-„dischen
Segen gebe zu der, selbst dem redlichsten Pudel und
„Hühnerhund unter Umständen lästigen Arbeit des „Appor-„tirens."
Die römischen Senatoren haben einst dem Pferd
..Caligula's einen Tempel errichtet und ihm göttliche Ehren
„erzeigt. Was aber dem Pferde Caligula's recht war, ist
„bem Hunde Bismarck's billig." (Volksstaat 1874, 26.)