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sofort folgen kann, die also an keine stationäre Anlage gebun
den ist.
In Oberschlesien hat man den elektrischen Lokomotivbe-
trieb ] ) da , wo die Strecke nicht allzu lang ist oder wo sie eng
ist oder wo sie fast ausschliesslich aus Kurven besteht, wo also
eine Ketten- oder Seilförderung technisch fast unmöglich ist.
Ist aber die Strecke nass oder sind Schlagwetter und Kohlen
staubmengen vorhanden, so ist auch hier die elektrische Loko
motivförderung ausgeschlossen.
Interessant sind die Ergebnisse eines Versuches mit den
sehr beweglichen Benzinlokomotiven: die Deutzer Gasmotoren
fabrik 1 2 ) hat eine solche mit abnehmbarem Benzinbehälter kon
struiert. Sie entwickelt 6—8 P.S. In hygienischer Beziehung
(Reinheit der Grubenluft) ergibt sich durch mitgeteilte Berechnun
gen, dass der Benzinbetrieb in dieser Beziehung »nicht ungün
stiger« ist als der Pferdebetrieb. Wir geben gleich das Resultat
in Zahl und Mass, da die spezifizierten Berechnungen für uns
zu eingehend sind. Bei voller Ausnutzung der Leistungsfähigkeit
betrugen die Betriebs- und P'örderkosten pro Tag
bei einer Förderlänge von
1000 m
2000 m
und zwar für
Lohn des Lokomotivführers
M.
4,00
M.
4,00
Verbrauchtes Benzin
»
3.96
»
4.75
Schmieröl, Putzwolle, Unterhaltung
»
1,00
»
1,00
Abschreibung 12,5 ü / 0 = jährlich 812 M., bei 300 Arbeits-
tagen pro Tag also
»
2,71
*
2,71
M.
11,67
M.
12,46
Die tägliche Förderleistung ist tkm
200
240
Also sind die Förderkosten in Pf. pro tkm
Ln
CO
5U9
Die Kosten der Förderung sind im ungünstigsten Falle 58%
billiger als die der Pferdeförderung, diese zu 14 Pf. pro tkm an
genommen. Auch bei halber Ausnutzung der Lokomotivkraft
beträgt die Ersparnis gegen Pferdeförderung noch immer 36%.
Nun liegt es aber in der Natur des Betriebes begründet, dass man
keine riesigen Maschinen bauen kann, um eine grosse Förde
rung zu bewältigen. Werden grössere Leistungen erfordert, so
müssen mehrere Maschinen eingestellt werden. Dies bedeutet
aber ein verhältnismässig grösseres Kapital, und so erscheint
ein in Lokomotiven investiertes Kapital bei
1) Heimann 1. c. 48.
2) Braun, Benzinlokomotiven für Grubenbetrieb (ausgeführt von der Deutzer Gas
motorenfabrik). Preuss. Zeitschr. 1899. B. 374.