Full text: Die Zölle und Steuern sowie die vertragsmässigen auswärtigen Handelsbeziehungen des Deutschen Reiches

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v. Aufseß: Die Zölle und Steuern des Deutschen Reiches. 
vom 4. Mai 1883), Korea (Vertrag vom 26. November 1883), Liberia 
(Vertrag vom 31. Oktober 1867), Mexiko (Vertrag vom 13. Juli 1881), 
Niederlande (Vertrag vom 31. Dezember 1851), Oesterreich-Ungarn 
(Vertrag vom 23. Mai 1881), Persien (Vertrag vom 11. Juni 1873), 
Porttlgal (Vertrag vom 2. März 1872), Rumänien (Vertrag vom 14. Nov. 
1877), Schweiz (Vertrag vom 23. Mai 1881), Serbien (Vertrag vom 
6. Januar 1883), Spanien (Vertrag vom 12. Juli 1883), Türkei nebst 
Bulgarien, Ostrumelien und Egypten als türkische Provinzen (Ver 
trag vom 30. März 1862) und Friedensvertrag vom 13. Juli 1878 zwischen 
Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Frankreich, Großbritannien, Rußland und 
der Türkei; Vereinigte Staaten von Nordamerika (Vertrag zwischen 
Preußen und diesen Staaten und Nordamerika vom 1. Mai 1828), abgedruckt 
in Beutner, Handels- und Schifffahrtsverträge der deutschen Staaten von 
1881 S. 385/) Schweden und Norwegen (Verträge mit Hamburg und 
Bremen vorn 1. Mai 1841, mit Oldenburg vom 1. April 1843, mit Mecklen 
burg-Schwerin vom 10. Oktober 1846, mit Lübeck vom 14. September 1852/) 
und Dänemark (Vertrag mit Preußen vom 26. Mai 1846 und Wiener 
Friedensvertrag von 1864)?) 
Nach der Zeit ihrer Entstehung geordnet sind bis jetzt folgende Verträge 
abgeschlossen worden?) 
1. Der Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen Preußen und 
den übrigen Staaten des Deutschen Zoll- und Handelsvereins und den 
Niederlanden vom 31. Dezember 1851?) 
Nach Kündigung des älteren Vertrages vom 21. Januar 1839 im 
Jahre 1841 6 ) waren mehrere Jahre verflossen, ohne daß die Handelsverhält 
nisse der Niederlande zu dem Zollvereine zu irgend welchen Erörterungen 
Anlaß gaben. Nachdem jedoch die Niederländische Regierung im Jahre 1850 
dem Preußischen Ministerium den Wunsch allsgesprochen hatte, sich bezüglich 
der kommerziellen Beziehungen mit dem Zollverein zrl verständigen und durch 
eine Reihe von Gesetzen, welche am 1. Januar 1851 ins Leben traten, alle 
differentialen Rechte zur Begünstigung der nationalen Schifffahrt, alle Dnrch- 
gangszvlle und sonstige Abgaben auf dem Rheine irnd der Mel, sowie das 
Verbot der Ertheilnng von Seebriefen an die nicht in Holland gebauten 
Schiffe aufgehoben hatte, so war ein günstiger Ausgang dķr Verhandlungen 
zu erwarten. Dieselben endeten auch mit der Unterzeichnung des genannten 
Handelsvertrags vom 31. Dezember 1851 zu Haag?) 
1) S. a. Zentralbl. des Reichs 1885 S. 48. Bundesrathsbeschluß v. 20. Febr. 1885. 
2 ) S. a. Zentralbl. des Reichs 1885 S. 48. Bundesrathsbeschluß v. 20. Febr. 1885. 
8 ) S. a. a. O. 1885 S. 190. Bundesrathsbeschluß v. 30. April 1885. 
4 ) Die Zollanschluß-Verträge mit Luxemburg und Oesterreich wegen der Gemeinde Jung 
holz gehören nicht hieher und sind bereits in Abschnitt III und außerdem je nach Bedürfniß 
erörtert. 
Ş *) Abgedruckt in der authentischen Sammlung der Handels- und Schifssahrtsverträge 
Deutschlands mit dem Auslande von 1851 bis 1872 (Anhang zu den Verträgen und Ver 
handlungen über die Bildung und Ausführung des Deutschen Zoll- und Handelsvereins, 
Beà 1872) S. 338 ff.; Preuß. Handelsarch'iv 1852 Bd. I S. 239; Zentralblatt 1852 
b) Weber's Geschichte des Deutschen Zollvereins S. 163 ff. über die Gründe der 
Kündigung. 
') Schaumburg - Lippe und Oldenburg traten demselben am 11. resp. 19. Oktober 
1854 bei.
	        
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