Full text : Die Deutschen im Auslande

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Aie  Deutschen  in  Südamerika.
Venezuela.  In  V  e  n  e  z  u  e  l  a  .  wo  im  16.  Jahrhundert
das  reiche  Augsburger  Handelshaus  der  W  e  l  s  e  r  ein  Gebiet
von  etwa  1600  Quadratmeilen  als  Lehen  der  spanischen  Krone
besaß,  machen  die  Deutschen  gegenwärtig  ungefähr  '/«  der  ausländischen
  Bevölkerung  aus.  Man  findet  sie  an  allen  Küsten-Plätzen,
  meist  als  Kaufleute,  Apotheker  und  Handwerker.  Die
stärksten  deutschen  Kolonien  sind  außer  in  Caracas,  wo
etwa  1700  deutschsprechende  Personen  leben  sollen,  in  La
Guaira.  Puerto  Cabello.  Maracaibo  und  Ciudad
Bolivar.  Der  Zensus  von  1881  weist  allerdings  für  ganz
Venezuela  nur  1171  in  Deutschland  geborene  Personen  nach.
In  Ciudad  Bolivar  am  Orinoco  sind  gegen  100  Deutsche  ansässig,
  welche  die  Arbeiter  in-  den  in  der  Nähe  befindlichen
Goldminen  mit  allem  zum  Lebensunterhalt  Nöthigem  versorgen.

Columbien.  Die  beiden  dicht  neben  einander  liegenden,
durch  eine  Eisenbahn  verbundenen  Küstenstädte  Sabanilla
und  Barranquilla  unterhielten  früher  einen  sehr  regen
Handelsverkehr  nach  Bremen,  Hamburg  und  Altona.  Hauptsächlich
in  Folge  der  hier  wie  anderwärts  in  den  spanischen  Republiken
Südamerikas  ewig  wiederkehrenden  Revolutionen  wurde  jedoch
der  Handel  gelähmt,  und  der  Verkehr  der  Hansestädte  mit  Kolumbien ­
  ist  mit  dem  ehemaligen  verglichen  gegenwärtig  ein  unbedeutender
  zu  nennen.
Peru.  Die  Anzahl  der  in  Peru  ansässigen  Deutschen
ist  in  Folge  des  chilenischen  Krieges  sowie  der  unaufhörlichen
            
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