Full text : Schutz dem Arbeiter!

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11  Stunden  und  darunter  3710  Betriebe  mit  82883  männl.  und  26  417  weibl.  Arbeitern
"  »  darüber  166  „  „  3007  „  „  1236  „  „
^meunbestiinmte  Arbeitszeit  346  „  „  1582  „  lt  109  „  u
Im  Großbetrieb  stellen  sich  die  Verhältnisse  noch  weit  günstiger,
beim  Kleingewerbe  und  Handel.  Von  je  100  Betrieben  resp.  von
* e  100  männlichen  resp.  100  weiblichen  Arbeitern  hatten  eine  mehr  als
beständige  Arbeitszeit:
iin  Großbetrieb  4,zi  Betriebe  3,si  männl.  4,46  weibl.  Arbeiter
„  Handwerksbetrieb  18,ss  „  15,52  „  6,09  „  „
„  Handel  64,77  „  54,94  „  45,oe  „  „
Fast  noch  günstiger  steht  es  in  Bremen,  wo  Zwei  drittel  der
erwachsenen  Arbeiter  (66,2°/o)  unter  und  bis  zehn  Stunden,  und  nur
3 V/o  über  10  Stunden,  und  3,8  °/o  über  11  Stunden  arbeiteten.  In
Hamburg  hatten  sogar  79,6°/o  der  Betriebe  und  86,6%  der  Arbeiter
eine  Arbeitszeit  von  zehn  Stunden  und  darunter.
Auch  in  Schleswig-Holstein  betrug  1885  die  Arbeitszeit
1,1  Stunden  und  darunter,  in  Hannover  gar  nur  10  Stunden;  nur  in
Taigen  Fabriken,  namentlich  der  Textil-Industrie,  wurde  11  Stunden
gearbeitet.  In  Hessen-Nassau  „wird  im  Ganzen  die  elsstündige
Arbeitszeit  mehr  in  ländlichen  Bezirken,  die  zehnstündige  mehr  in  den
Städten  eingehalten".  Auch  im  Reg.-Bez.  Arnsberg  „bleibt  die  tàglie ­
  Arbeitsdauer  der  Regel  nach  hinter  der  elfstündigen  zurück";  nur  in
wenigen  Spinnereien  des  Bezirkes  ist  eine  elfeinhalbstündige  Arbeits-^it
  üblich.  In  den  Maschinenfabriken  wird  nur  zehn  Stunden
gearbeitet.

In  Merseburg-Erfurt  gehört  ebenfalls  „eine  elfeinhalb-^ņd
  zwölfstündige  Arbeitsdauer  zu  den  Seltenheiten",  und  sind
îş  Stunden  auch  vorwiegend  in  der  Textil-Industrie  üblich.
In  anderen  Bezirken  stehen  die  Verhältnisse  jedoch  viel  ungünstiger. ­

^  In  Oppeln  z.  B.  ist  zwar  die  zehnstündige  Arbeitszeit  die
„"gel  und  kommt  „eine  zwölfstündige  wirkliche  Arbeitszeit  und  dar-H
  er  verhältnißmäßig  wenig  vor"  ;  doch  „sind  zwölf  Stunden  üblich  in
.bw  Eisen-Hochöfen,  Blei-  und  Silberhütten,  bei  der  Koksbereitung,
lit î  Ņûhlenbetrieb,  in  den  Färbereien  und  Druckereien  (Gerbe-^stn
  12%  St.),  und  ferner  unregelmäßig  auf-  und  abschwankend  in  den
Ņgeleien,  bei  der  Glas-Fabrication,  in  Spinnereien,  derLiqueur-^ürication
  und  den  Buch-  und  Steindruckereien;  bei  der  Cigarren-^ürication
  elf  Stunden".  Auch  im  Regierungsbezirk  Magdeburg
'»waren  die  Arbeiter  in  den  Metallwaaren-Fabriken  zum  Theil
weise  in  sehr  langer  Arbeitszeit  beschäftigt,  so  z.  B.  in  16  Angbn
  über  11,  in  15  über  12  Stunden".
            
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