II.
Wirtscliaftsgescliiclitliches.
Als der Mensch einzeln und allein der Natur gegenüber stand,
da schon trat die Erscheinung des Unternehmens auf. Der Mensch
kämpfte ohne andere Waffen als die, welche ihm die Natur selbst ver
liehen hatte, gegen sie. Er kämpfte mit seiner physischen Kraft,
mit dem ihm eingeborenen Intellekt und vor allem mit seinem
Willen zuerst gegen die leblose Natur. Er nahm ein gewisses Terri
torium in seinen Besitz, indem er sich gleich den Tieren Wege
bahnte zum Wasser oder dort hin, wo ihm sein Intellekt Nahrungs
mitteln verriet, er nahm einen hohlen Baum zu seiner Wohnung
und schützte sie gegen die Einflüsse der Witterung. Dann wandte
er sich gegen die lebende Natur: er nahm das Holz vom Baume
ziim Werkzeuge, die Frucht zur Nahrung und entdeckte die nütz
liche Macht des Feuers. Endlich grilf er die Tierwelt an mit Stock
und Stein, seiner Kraft, seiner List und seinem ]\Iut; das Fleisch
war ihm Nahrung, das Fell Kleidung, und das lebende Tier
Arbeiter.
Nicht zu gleicher Zeit hat sich der Mensch die notwendigen
Lebensmitteln aus der Pflanzen- und Tierwelt geholt, sondern zu
erst aus jener und dann erst aus dieser; war es doch leichter, sich
einer Pflanzenfrucht als eines Tieres zu bemächtigen, zudem war
an der Wiege des Menschengeschlechtes für eine üppige Vegetation
gesorgt, während die Fauna in ihren mächtigen Vertretern den
waffenlosen Menschen abschrecken musste; er lebte in den Ästen
und Kronen der Bäume, was seine verkümmerten Hinterhände be
zeugen, und nährte sich von Früchten — auf dem Erdboden war
es gefährlich für ihn, nicht allein wegen der Kaubtiere, auch wegen
der Reptilien, die in der feuchtwarmen üppigen Pflanzendecke
wucherten und vor allem wegen der schädlichen Ausdünstungen der