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lichen Teile gesehen, dass bei jungen Völkern das Waifenhandwerk,
bei gereiften die Wissenschaften und bei alternden der Handel zu
besonderem Ausdrucke gelangen. Die reine Wehrthätigkeit,
der einfache Kampf der Körperlichkeit gegen die
Natur erzeugt die Held en, dieWehrthätigkeit in Verbin
dung mit dem entsprechenden persönlichen Kapitale
erster Ordnung die Wissenschaft, und dieWehrthätig
keit mit den persönlichen Kapitalien höherer Ordnun g
den Handel. Der historische Ausdruck der Entwicke
lung der Völker verhält sich demnach geradeso wie die
exakte Entwickelung ihrer persönlichen Kapitalien. —
Die organische Eigenschaft aller Güter aller Ordnungen ist
die Nützlichkeit, weil sie ja um des Nutzens wegen der Natur
abgerungen werden. Die Nützlichkeit ist positiv, wenn der Mensch,
sie ist negativ, wenn die Natur im Kampfe siegt, sie hebt sich
auf, wenn der Kampf erfolglos bleibt.
Aus dem Made der Nützlichkeit wächst der Wert hervor.
Die Nützlichkeit eines Gutes ist um so größer, je größer durch
dasselbe die Macht des Menschen über die Natur ist, der Wert
eines Gutes ist um so höher, je größer der Widerstand ist, den
die Natur der Erwerbung dieses Gutes entgegensetzt’).
Es verhält sich ein Gut (/) zu seinem Werte (yy), so wie
sich die Macht des Menschen (a) zum Widerstande der Natur (ß)
verhält. I : yy — a : ß.
Der Widerstand des Wassers, das jedem zugänglich ist, sei 1,
die Macht des Menschen über dasselbe 1000. — / : yy = 1000 : 1
yy = 10ÕÕ’
also sehr gering.
Wenn aber irgendwo kein Wasser zu linden und der Wider
stand der Natur = 1000, und die Macht des Menschen nur = 1 ist,
dann T : yy = 1 : 10(X)
yy = 1000,
also sehr groß.
Die Macht des Menschen verhält sich ferner zum Widerstande
der Natur, so wie die dienstbar gemachte Menge eines Gutes zu
*) Carey: »»Nützlichkoit ist das Maß der Macht des Menschen über die
Katur. Wert ist das Maß der Macht der Natur über den Menschen.«