Full text : Das Unternehmen und der Unternehmergewinn vom historischen, theoretischen und praktischen Standpunkte

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dessen  Bedarf,  oder  da  sich  im  wirtschaftlichen  Leben  die  dienstbar
gemachte  Menge  eines  Gutes  durch  Angebot  (¡a)  und  sein  Bedarf
durch  die  Nachfrage  (v)  ausdrücken,  so  verhält  sich:  a  :  ß  =  (i  :  v.
Der  Widerstand  des  Steines  ist  gewöhnlich  gering,  die  Macht
des  Menschen  über  denselben  groß,  es  wird  demnach  das  Verhältnis
des  Angebotes  zur  Nachfrage  sich  in  diesem  Verhältnis  bewegen.
Sollte  aber  der  Widerstand,  den  die  Natur  dem  Menschen  dadurch
entgegensetzt,  dass  entweder  der  Stein  schwieriger  zu  gewinnen  ist,
oder  dass  der  Mensch  eine  größere  Menge  von  Steinen  im  Kampfe
gegen  die  Natur  braucht,  größer  werden,  dann  wird  das  Angebot
verhältnismäßig  sinken  und  die  Nachfrage  verhältnismäßig  steigen.
Da  sich  1  :  y  y  =.  a  :  ß  und  a  :  ß  =  (i  :  v  verhält,  so  verhält
sich  auch  I  :  y  y  =  :  v.  Ein  Gut  verhält  sich  zu  seinem  Werte,
so  wie  Angebot  zu  Nachfrage,  oder  da  die  Nachfrage  stets  der  Ausdruck ­
  des  Bedarfes  und  dieser  der  Ausdruck  der  Nützlichkeit  (o)
ist,  so  verhält  sich  auch
I  :  yy  =.fi  :  o  dann  ist  yy  =  und  o  =•  ÍLp.'.
Der  Wert  eines  Gutes  ist  gleich  dem  Produkte  des  Gutes  und
seiner  Nützlichkeit  dividiert  durch  das  Angebot,  oder  die  Nützlichkeit ­
  eines  Dinges  gleich  dem  Produkte  seines  Angebotes  und  seines
Wertes,  geteilt  durch  die  Zahl  seiner  Einheiten.
Die  Nützlichkeit  eines  Pfund  Silbers  z.  B.,  dessen  Wert
ö.  W.  fl.45,  ist  bei  Angebot  nur  1  (Pfund)  =  also  ö.  W.  fl.  45.
Wäre  das  Angebot  sehr  groß,  so  müsste  die  Nützlichkeit  des  Silbers
sehr  gering  geworden  sein,  d.  h.  es  müsste  die  Nützlichkeit  anderer
Güter  gestiegen  und  darum  die  des  Silbers  gefallen  sein,  es  müsste
demnach  sein  Wert  ein  geringerer  werden.
Die  Nützlichkeit  des  Wassers  ist  im  allgemeinen  groß,  und
doch  kann  die  Nützlichkeit  eines  bestimmten  Wassers  durch  den
Widerstand,  welchen  die  Natur  seiner  Benützung  entgegenstellt,  sehr
klein  werden.  Ein  Brunnen  außerhalb  einer  Stadt  hat  viel  und  gutes
Wasser,  aber  der  Weg  dahin  ist  zu  weit,  als  dass  sein  Wasser
benützt  werden  könnte  ;  es  hat  in  ökonomischem  Sinne  keine  Nützlichkeit. ­
  Desselben  Brunnens  Wasser  erreicht  eine  hohe  Nützlichkeit ­
  und  wird  dadurch  sehr  wertvoll,  wenn  sämtliche  Brunnen  der
Stadt  versiegen.  Wenn  aber  jemand,  so  lange  noch  in  der  Stadt
selbst  genug  und  gutes  Wasser  ist,  das  Wasser  jenes  Brunnens  zur
            
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