Full text : Das Unternehmen und der Unternehmergewinn vom historischen, theoretischen und praktischen Standpunkte

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Es  verhält  sich  der  Werteines  Gutes  zum  Preise  (jr)
desselben,  wie  Angebot  zu  Nach  frage,  y  y  7C  =  a  :  v.
Was  hier  Angebot  und  Nachfrage  hervorruft,  das  ist  eben  das
Maß  der  Nützlichkeit,  welche  dreierlei  ist;  und  darum  ist  auch.der
Wert  dreierlei.  Die  Nützlichkeit  rührt  her  1.  vom  Stoffe,  2.  von
der  Form  und  3.  vom  Orte  oder  der  Zeit  des  Gutes;  so  beziehen
sich  auch  Angebot  und  Nachfrage  1.  auf  den  Stoff,  2.  auf  die  Form
und  3.  auf  den  Ort  oder  die  Zeit  des  Gutes,  und  stellen  so  den
Wert  als  Stoff,  Form  und  Orts-(Zeit-)Wert  her^.
Wenn  wir  den  Stoffwert  mit  a,  den  Formwert  mit  <p  und
den  Orts-  oder  Zeitwert  mit  g  bezeichnen,  so  entsteht  die  Formel:
0  Tt  =  IL  'V.
Es  ist  klar,  dass  die  Höhe  dieser  drei  Wertelemente  verschieden ­
  sein  kann,  und  oft  die  eine  oder  die  andere  den  Ausschlag ­
  gibt,  ja  dass  es  oft  vorkommt,  dass  eine  Wertgattung  ein
und  desselben  Gutes  fast  0  ist,  wie  z.  B.  der  Formwert  des  Brennholzes, ­
  ebenso  klar,  dass,  wenn  eine  Wertgattung  negativ  und  dieselbe ­
  größer  ist  als  die  Summe  der  beiden  anderen,  der  ganze
Wert  des  Gutes,  als  Wert  dieses  Gutes  negativ  sein  muss,  z.  B.
ein  Schloss  aus  Eis,  wenn  sein  Ortswert  (Klima)  oder  sein  Zeitwert ­
  (Jahreszeit)  negativ  wird,  so  dass  das  Eis  zu  schmelzen  beginnt.
Die  Verbindung  der  Güter  und  ihre  gegenseitige  Einwirkung
auf  einander  ist  die  Verbindung  und  gegenseitige  Einwirkung  ihrer
elementaren  Werte.
Der  Stein  im  Bruche  besitzt  alle  Wertelemente  (<J  -h  9  -p  S)
und  oft  ist  sein  Form-  und  Ortswert  größer  als  sein  Stoffwert;
besitzt  er  aber  einen  geringen  Form-  und  Ortswert,  so  kann  ihm
der  Steinmetz  einen  neuen  höheren  Form-,  der  Frächter  einen  neuen
höheren  Ortswert  geben.  Aus  Steinen  entsteht  das  Haus,  und  der
Stoff-,  Form-  und  Ortswert  des  Steines  geht  in  dem  Stoffwert  des
neuen  Produktes  auf,  sein  Form-  und  Stoffwert  entsteht  aber  neu.
Der  Wert  des  Hauses  ist  dann  gleich  =  (a  -p  f/)  -j-  g  des  Steines)  -f-(o
  -P  y  -p  ^  des  Holzes)  -P  (<J  -p  (/)  -p  g  des  Eisens)  -f  des  Mörtels,
des  Glases  etc.  -f  seinem  ç/
Die  Wertelemente  steigen  und  fallen  mit  und  durcheinander.
Die  Steine  (Stoffwert)  eines  fertigen  Hauses  sind  unter  Umständen ­
  wertvoller  als  andere  Steine.  Die  Leinwand  und  die  Farben
')  Vergl.  Knies:  »Die  nationalökonomische  Lehre  vom  Wert.“  Tübinger
Zeitschrift  für  die  gesamte  Staats  Wissenschaft,  1865.  S.  468  u,  ff.
            
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