Full text: Das Unternehmen und der Unternehmergewinn vom historischen, theoretischen und praktischen Standpunkte

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handen sein muss, bezahlt sein müsse, ehe die als Unternehmer 
gewinn anzusehende Quote entstehen kann. 
Der Unternehmergewinn {U) oder die Kapitalbildung des Unter 
nehmens ist die Differenz zwischen den Einnahmen und den Aus 
gaben, welche die Deckung aller im Unternehmen verwendeten 
Arbeits- und Kapitalsarten an und für sich und die Deckung ihrer 
Benützungsquoten, die Versicherungsprämie gegen Elementarschäden, 
die Benützungsquoten für fremde, allgemeine Einrichtungen (Regie) 
und die für jene Gesellschaftserscheinungen, welche zumeist als 
Staatseinrichtungen Einfluss auf alle ökonomische Thätigkeit üben, 
die Steuern, umfassen. 
Da sich das Resultat der Unternehmung aus mehreren Unter 
nehmungsfällen zusammensetzen kann, so ist der einzelne 
Unternehmungsfall zu betrachten. 
Der Gewinn (G) im einzelnen Falle ist gleich der Differenz 
zwischen den Einnahmen (jK) und den Gestehungskosten, welche 
wir richtiger, weil allgemeiner, Beschaffungskosten nennen. 
Die Beschaffungskosten summieren sich; 1. aus dem aufge 
wendeten Kapitale (AT) selbst, mag nun dasselbe in Geld oder in 
anderen Werten, %. B. Rohprodukten, bestehen, 2. dem Kapi 
talzinse (%), jener Benützungsquote für das im Unternehmen 
verwendete Betriebskapital, welche auf den Unternehmungsfall, 
als Einheit gedacht, 3. der Werterneuerung {W) jener Quote, 
welche auf die Abnützung von A n lags kapital i en {AK), Grund 
und Boden, Baulichkeiten, Maschinen, Vieh etc. für den einzelnen 
Fall entfällt, also eigentlich dem Ersätze des aufgewendeten in das 
neue Produkt übergegangenen Teil des Anlagskapitals selbst, 4. der 
Kapitalmiete {M), der Benützungsquote für das Anlagskapita 1 
{AK) in gleichem Sinne wie dem Kapitalzinse, welche darum eine 
von diesem verschiedene sein kann, weil erstens Angebot und Nach 
frage sich auf einem engeren Raume bewegen (Ortswert), als das Spiel 
des großen Weltmarktes, weil aber zweitens, wie wir gesehen haben, 
stehende Kapitalien einen anderen Stoff- und Formwert haben, als be 
wegliche, 5. aus der Wer t ver siche rung ( U), jener Quote, welche 
in ihrer Summe den durch Elementarereignisse vernichteten Wert 
des Unternehmungskapitals in seiner augenblicklichen Gesamtheit 
zu ersetzen bestimmt ist, 6. den Arbeitslöhnen (yf), der Be 
nützungsquote für alle Arten von Arbeiten, welche auf den Fall 
berechnet werden müssen, 7. aus dem Lebensunterhalt (7>), der 
Deckung der durch die persönlichen Kapitalien der Körperlichkeit,
	        
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