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VII. Capitel.
Der Export frischen Fleisches von New-York.
Am II. März i88i besuchte ich, in Begleitung des Grafen
J. Széchényi, den grossen Viehhof von New-York und das
Schlacht- und Fleischexporthaus des grössten Exporteurs,
Mr. Eastman, der im Herbste des Jahres 1875, als der Erste,
frisches Schlachtfleisch von New-York nach England expor-
tirte. Herr Eastman führte uns zunächst durch alle seine
dortigen, grossartigen Anlagen und dann in sein Comtoir, wo
selbst er alle unsere Fragen, nach Einsicht seiner Geschäfts
bücher, beantwortete, so dass die von mir nun mitzutheilen-
den Zahlen durchaus unanfechtbar sind, zumal sowohl Graf
Széchényi als ich sie niedergeschrieben und dann später mit
einander verglichen haben.
Der New-Yorker Viehhof ist kein „monumentaler Rau“,
wie z. B. der Wiener und Budapester, aber er ist zweck
mässiger eingerichtet, sogar als der zu Islington bei London
und dabei sehr viel billiger hergestellt. Wie denn die Ameri
kaner nicht die grobe Thorheit kennen, ihre Transporte und
ihren Handel dadurch zu vertheuern, dass sie „monumentale“
Bahnhöfe absichtlich kunstvoll, theuer und nicht dauerhaft
hergestellte Eisenbahnen, wie die Semmeringbahn, künstlerisch
schöne Schweineställe und Viehhöfe, wie in Budapest, bauen,
welche viel Geld kosten, das verzinst sein will und dessen
Zinsen nun als eine Steuer auf Handel und Transport lasten.
Sie bauen dergleichen so zweckmässig und gleichzeitig so ein
fach und billig wie möglich.
Nach diesem Principe ist auch der New-Yorker Viehhof
eingerichtet.